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Adelebsen ringt mit Leerständen

Kataster erstellt Adelebsen ringt mit Leerständen

Um Leerständen von Häusern in der Gemeinde entgegenzuwirken, hat die CDU-Ratsfraktion vor einem halben Jahr den Antrag gestellt, ein Förderprogramm „Jung kauf alt“ aufzulegen. Der Antrag war nun erneut Thema im Bauausschuss.

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Lange Straße in Adelebsen: Gleich mehrere Gebäude – wie hier links im Bild – stehen dort leer.

Quelle: Hinzmann

Adelebsen. Die CDU hatte nun auf Wunsch von SPD und Grünen noch einmal einige Punkte des möglichen Förderprogramms präzisiert. Mit dem Programm sollen junge Familie beim Erwerb alter Immobilien gefördert werden, um dem Bevölkerungsrückgang im Flecken Adelebsen entgegenzuwirken.

Das Programm soll für Ein- und Zweifamilienhäuser zur Selbstnutzung, Baujahr 1970 und älter, gelten. Die Familien sollen für maximal fünf Jahre jährlich grundsätzlich mit 600 Euro und darüber hinaus zusätzlich mit 300 Euro pro Kind gefördert werden.

Außerdem soll eine Beratung durch die Energieagentur Göttingen mit maximal 120 Euro gefördert werden. Das Förderprogramm soll zunächst in den Jahren 2014 und 2015 angeboten werden. Im Haushalt 2014 sollen dafür nach dem Willen der CDU 5000 Euro eingestellt werden.

Weitere Leerstände in den nächsten Jahren

Zugleich legte die Verwaltung ein Leerstandskataster für den Ort Adelebsen vor.

Danach stehen allein in der Langen Straße drei Gebäude seit längerer Zeit leer, in der Unteren Straße seien es zwei Gebäude, ein weiteres in der Oberen Straße.

Außerdem sei festzustellen, dass oft nur ein bis zwei Personen in einem Mehrfamilienhaus im Ortskern wohnten. Zumeist seien dies ältere Menschen: „Hier wird es in den nächsten Jahren sicherlich zu weiteren Leerständen kommen.“

Auch in den Baugebieten aus dem Anfang der 1970er-Jahre lebten viele ältere Menschen einzeln oder zu zweit in den Häusern. Bisher gebe es in diesen Gebieten jedoch noch keine Leerstände.

Grundsätzlich keine schlechte Idee

Bei gewerblich genutzten Immobilien im Ort Adelebsen sei des öfteren ein Leerstand verzeichnet worden. Es seien aber immer wieder nach kurzer Zeit neue Geschäfte eröffnet worden.

In den übrigen Dörfern der Gemeinde stünden bisher nur vereinzelt oder gar keine Gebäude leer. Hier sollen jedoch die Ortsbürgermeister noch einmal um nähere Informationen gebeten werden.

Petra Löb-Kompart (Grüne) sowie Kurt Prutschke, Walter Koch und Brigitte Bindseil als Vertreter der SPD sagten, das Förderprogramm sei grundsätzlich keine schlechte Idee. Da einige Informationen jedoch erst relativ kurzfristig gegeben worden seien, wurde noch eine weitere Beratung gewünscht.

Zudem solle auch bei den Ortschaften, die das Förderprogramm bereits haben, nach Erfahrungen gefragt werden, schlug Bindseil vor. Prutschke sagte, es zeichne sich wieder ein leichter Trend zum Wohnen auf dem Land ab. Der Antrag wurde noch einmal zur Beratung in die Fraktionen gegeben.

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