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Ärger mit Sperrmüll-Sammlern

Polen und Litauer unterwegs Ärger mit Sperrmüll-Sammlern

Sperrmüll in Ebergötzen: Das heißt, dass drei Tage lang polnische und litauische Autos auf der Suche nach Verwertbarem durch die Straßen des Ortes rollen. Mütter schärfen ihren Kindern in dieser Zeit ein, auf keinen Fall das Fahrrad am Zaun abzustellen. Und auf dem Parkplatz beim Brotmuseum campieren nachts die osteuropäischen Gäste.

Das war Gegenstand einer lebhaften Diskussion im Gemeinderat Ebergötzen. Ein Bürger schlug vor, den Fremden ein mobiles WC-Häuschen aufzustellen. Er sei die Hinterlassenschaften in der Böschung leid. Die Anregung stieß bei der Verwaltung auf Ablehnung. In der Vergangenheit hätten die Osteuropäer die öffentliche Toilette benutzen dürfen, sie aber „in einem unbeschreibbaren Zustand“ hinterlassen, so Verwaltungsleiterin Hiltrut Deutsch. Seither stehe das WC den Müllsammlern nicht mehr zur Verfügung. Bürgermeister Arne Behre (SPD) berichtete, dass er die Gäste in diesem Jahr persönlich begrüßt habe. Er hätte ihnen klargemacht, dass sie Sperrmüll, den sie dann doch nicht gebrauchen könnten, nicht einfach auf dem Parkplatz zurücklassen dürften. Um dem Nachdruck zu verleihen, habe er alle Autos und Nummernschilder fotografiert. Es habe funktioniert. Erstaunen löste aus, dass die Osteuropäer so genau über die Sperrmülltermine in Ebergötzen informiert sind. Die Gemeinde will künftig an die Bürger appellieren, den Müll erst am Vorabend und nicht schon Tage vorher an die Straße zu stellen.

Wolfgang Elend (CDU) warnte davor, Sperrmüllsammlungen wegen der damit verbundenen Unannehmlichkeiten abzuschaffen. Schon heute lande viel Müll in der Feldmark. Dort türmten sich unter anderem alte Reifen und Alufelgen. Elend: „Trauriges Deutschland.“

mic

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