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Ärger über Warteschlangen bei der Post

Kunden sind genervt Ärger über Warteschlangen bei der Post

Wer bei der Hauptpost am Göttinger Bahnhof ein Paket aufgeben, einen Brief wiegen lassen oder ein Bankgeschäft erledigen will, muss zurzeit viel Geduld aufbringen: Warteschlangen bis zum Parkplatz vor dem Haus oder gar bis zur Ampel an der Berliner Straße, Wartezeiten von mehr als 20 Minuten – und drinnen sind nur zwei oder drei Schalter besetzt.

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„Bitte warten“: Bei der Hauptpost müssen Kunden zurzeit oft lange vor den Schaltern anstehen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das kann am Vormittag ebenso passieren wie mittags oder nachmittags. „Seit fast drei Wochen passiert das immer wieder“, klagt Tageblatt-Leser Marc Gralich. Auch Gerd Bode hat schon mehr als 20 Minuten warten müssen – beim zweiten Versuch am Nachmittag. An die viel längere Warteschlange gegen Mittag hatte er sich gar nicht erst angestellt.

In anderen Postfilialen scheint es zwar zurzeit kaum Probleme zu geben. Wenn Kunden in der Hauptpost aber genervt am Schalter nachfragen oder gar klagen, bekommen sie vor allem eine Antwort: Zu wenig Personal, es fehlten Mitarbeiter, viele seien krank.

Postsprecher Jens-Uwe Hogardt aus der Zentrale in Hamburg aber hat eine andere Erklärung für den Ansturm auf die Post: „Das sind die Vorboten des bald einsetzenden Weihnachtsversandes.“ Zum einen würden immer mehr Geschenke online bestellt. Wenn die Kunden dann bei der Paketlieferung nicht zu Hause sind, müssen sie die Sendung abholen – in Göttingen zentral in der Hauptpost. Zum anderen würden schon jetzt zunehmend Weihnachtspäckchen oder Briefe nach Übersee aufgegeben.

Das Weihnachtsgeschäft stelle die Postmitarbeiter alljährlich vor große Herausforderungen. „Wir steuern in Göttingen in den Spitzenzeiten schon mit zusätzlichen Leuten gegen“, sagt Hogardt. Ad hoc könne das Personal für das vierwöchige Weihnachtsgeschäft aber nicht groß aufgestockt werden. Wartezeiten ließen sich daher kaum vermeiden.

Ein weiteres „Problem“ als Ursache für lange Verhandlungen am Schalter und genervte Kunden dahinter sieht Hogardt – auch aus eigener Erfahrung – bei „unvorbereiteten“ Kunden: „Manche müssen erst einmal alles detailgenau erfragen, Formulare am Schalter ausfüllen oder Pakete noch beschriften.“

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Filialen und Paketstation

Die heftige öffentliche und politische Kritik an langen Wartezeiten bei der Göttinger Hauptpost am Bahnhof zeigt Wirkung. Freitag kündigte die Deutsche Post an, in zwei Partnerfilialen in Göttingen künftig Pakete auszugeben. Außerdem sollten drei Packstationen erweitert und zusätzliche eingerichtet werden.

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