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Aktion gegen verstummende Gesellschaft

Projekt für das Singen Aktion gegen verstummende Gesellschaft

„Kisinga“ lautet der klangvolle Name. Das, was sich dahinter verbirgt, soll einst noch viel klangvoller werden. „Kinder singen im Kindergarten – Projekt zur Förderung lebendigen Singens im Kindergarten“ ist der volle Name eines Projekts der Kantorei St. Mauritius Hardegsen in der Region Hardegsen, Moringen und Nörten-Hardenberg. 

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Musikalische Elementarausbildung: Was hier begonnen wird, soll im Kindergarten fortgesetzt werden.

Quelle: EF

So erklärt Initiator Gerhard Ropeter, Leiter der St.-Mauritius-Kantorei das neue interkommunale Projekt: Im Mittelpunkt stehe eine präventive musikpädagogische Breitenförderung. Zielgruppe seien Kinder – individuell, unterschiedslos und unabhängig von Herkunft, Bildung und finanziellen Möglichkeiten solle deren Persönlichkeitsentwicklung gefördert, Bildungschancen eröffnet und frühzeitig vorhandene Defizite ausgeglichen werden.  

So soll im Rahmen des Projekts auch die Singausbildung des pädagogischen Personals verbessert werden. Am Ende eines Kindergartenjahres kommen die beteiligten Kindergartengruppen zu einem öffentlichen Singfest zusammen, bei dem die erarbeiteten Inhalte vorgestellt werden. Von September dieses Jahres bis Ende 2012 soll das Projekt laufen, so Ropeter.

Singen unverzichtbar

Aus dem Bildungsforum Singen, dass die Mauritius-Kantorei im Oktober 2007 für 150 Erzieher, Lehrer und Eltern ausgerichtet hat, sei die Idee zu dem Projekt hervorgegangen, schildert Ropeter. Hinzu kam seine Beobachtung, dass in den Familien heute nicht mehr regelmäßig gesungen werde. „Ich sehe es an der Art des Umgangs mit dem eigenen Atem, mit den Lippen. Das berührt mich. Die Gesellschaft ist verstummt“, bedauert er. Als eine Ursache nennt er die mediale Überfrachtung. Für die Entwicklung eines Kindes hält er das Singen jedoch für unverzichtbar. Er möchte Kindern „das ruhige und tiefe Erleben, das mit dem Singen verbunden ist“, weitergeben.

Im Oktober 2008 habe er das Konzept für Kisinga bereits fertig im Kopf gehabt. Doch zu dem Zeitpunkt sei die Finanzierung noch nicht gesichert gewesen. Nun erhält Ropeter für das Projekt Unterstützung vom Landkreis, vom Landschaftsverband Südniedersachsen und von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Darüber hinaus erhofft er sich Zuschüsse von den Kommunen, von der Stadt Hardegsen beispielsweise 5000 Euro im Jahr. Über diesen Antrag berät der Jugend-, Senioren- und Sozialausschuss der Stadt Hardegsen in seiner Sitzung am Dienstag, 12. Mai, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Hardegser Verwaltungsgebäude. Der Nörtener Familien-, Kultur- und Sportausschuss beschäftigt sich am Donnerstag, 14. Mai, im Sitzungssaal des Nörtener Rathauses mit dem Thema.

Von Ute Lawrenz

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