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Alexander-Stiftung verleiht vier Preise

Ausgezeichnete Geschichte Alexander-Stiftung verleiht vier Preise

Einmal im Jahr wird der Alexanderpreis verliehen. Die Auszeichnung wird für journalistische Arbeiten vergeben, die sich mit der Geschichte  der Stadt und der Region beschäftigen. Vier Preise hat der Vorsitzende der Alexander-Stiftung, Jens Wortmann, am Sonnabend im voll besetzten Keller des Deutschen Theaters überreicht.

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Alexander-Preis: die Preisträger 2017.

Quelle: Heller

Göttingen. Den ersten Platz teilen sich sechs Autoren, die gemeinsam den Beitrag "Verfolgt – Vergessen: Das Judenhaus Weender Landstraße 26 und seine BewohnerInnen“ erarbeitet haben: Eric Angermann, Eva Klay, Julia Kopp, Jan C. Oestreich, Jennifer Stümpel und Tobias Trutz haben dieses Broschüre für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Göttingen erstellt.  Laudator und Jury-Mitglied Wolfgang Just skizzierte kurz die in dem Beitrag aufgearbeitete Geschichte des Judenhauses, das 1968 abgerissen wurde. Seit dem vergangenen Jahr erinnert dort eine Stele mit den Namen der Bewohner an ihr Schicksal. 

Den zweiten Platz belegt Norman Lippert. Der Historiker und bereits mehrfacher Preisträger hat die Geschichte des Erfinders des Papierrecyclings recherchiert und im "Faktor" veröffentlicht. In seinem Beitrag "Schwarz auf weiß" geht es um den Göttinger  Justus Klapproth, der 1774 bereits ein Verfahren zum Wiederverwerten von Papier beschrieb. "Sein erstes Traktat veröffentlichte er bereits auf Recyclingpapier", so Elena Schrader vom Faktor.

Klaus Wettig erhielt den dritten Preis für seine im Göttinger Tageblatt erschiene Geschichte "Als die Hannoveraner Preußen wurden". Die Laudatio Heinz-Peter Loses verlas Wortmann. "Wettig schildert in seinem Beitrag, wir es an einem Wochenende vor 150 Jahren in Göttingen zugegangen sein könnte", so Wortmann. An diesem Wochenende im Juni sei in Göttingen große Politik gemacht worden, die in der Schlacht von Langensalza endete.

Einen Extrapreis schließlich nahm Tina Fibiger entgegen. Mit ihrem einstündigen Feature für das Stadtradio zum 125-jährigen Bestehen des Deutschen Theaters habe sie "ein Dokument erschaffen, das dem Phänomen auf die Spur kommt", so Laudator und DT-Chef Erich Sidler. 

Den Festvortrag über den ersten Göttinger Stadtchronisten Franciscus Lubecus hielt Peter Aufgebauer. Der Historiker war kurzfristig eingesprungen und referierte über den Beginn der Reformation in Göttingen.

Der Preis geht zurück auf den Journalisten Wolfgang Alexander (1926-1988). Der Redakteur der Göttinger Monatsblätter verfügte, dass preiswürdige Texte „betont journalistisch sein, das heißt wahrheitsgetreu, aktuell, dadurch, dass fast vergessene und bisher übersehene Themen aufgegriffen werden.“

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