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Alternative für Deutschland: Anzeige gegen ehemaligen Schatzmeister

6000 Euro unterschlagen Alternative für Deutschland: Anzeige gegen ehemaligen Schatzmeister

Anzeige gegen Lennard Rudolph: Weil er im Verdacht steht, 6000 Euro aus der Kasse des Kreisverbandes der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) unterschlagen zu haben, sieht sich der ehemalige Kreisschatzmeister der AfD mit einer Anzeige wegen Veruntreuung, Unterschlagung und Urkundenfälschung konfrontiert.

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Griff in die Kasse: Gegen den ehemaligen Kreisschatzmeister der Alternative für Deutschland ermittelt nun die Polizei.

Quelle: DPA (Symbolfoto)

Göttingen. Der neue AfD-Kreisvorsitzende Tino Vogel hat eine entsprechende Anzeige am vergangenen Freitag bei der Polizei gestellt. Deren Sprecherin Jasmin Kaatz bestätigt gegenüber dem Tageblatt den Sachverhalt und die Anzeige gegen Rudolph, der schon früher „polizeilich in Erscheinung“ getreten sei. Einzelheiten nennt Kaatz wegen des laufenden Verfahrens aber nicht.

Nach Vogels Auskunft habe es seit Kontoeröffnung am 21. Juni bis 19. August Unregelmäßigkeiten auf dem Konto gegeben. In mehreren Einzelbeträgen habe Schatzmeister Rudolph das Geld unterschlagen und gefälschte Quittungen für Ausgaben vorgelegt.

Nachdem die Unregelmäßigkeiten aufgefallen waren, so Vogel, habe der ehemalige Kreisvorsitzende Matthias Hans, das Konto gesperrt. Der AfD-Landesvorstand sei zur Kontoprüfung eingeschaltet worden. Für eine Stellungnahme war Rudolph gestern nicht zu erreichen.

Rudolph hatte Ende August offiziell aus privaten Gründen den Vorstandsposten abgegeben und die AfD verlassen. Mit ihm legten Hans und Lars Steinke ihre Ämter im Vorstand nieder.

„Hier gilt rechts vor links“

Gegen den ehemaligen Pressesprecher des Kreisverbandes Steinke wird derzeit nach Tageblatt-Informationen ein Parteiausschlussverfahren vom Landesverband geprüft. Hintergrund sind Steinkes rechte Äußerungen und seine Sympathien für rechtsextremes Gedankengut, etwa das der Identitären Bewegung.

Bereits im Juni hatten Göttinger Antifaschisten Rudolph als Neo-Nazi bezeichnet. Auf einem Foto zeigte er den Hitlergruß. Auf seinem Profilbild auf Facebook war zu lesen: „Hier gilt rechts vor links.“

Nach den Vorwürfen stellte sich Hans vor die beiden Beschuldigten Steinke und Rudolph und geriet dafür parteiintern massiv unter Beschuss. So trat etwa Vorstandsmitglied Klaas Otte vom Amt zurück, weil Hans zwar Prüfungsergebnisse zu den Anschuldigungen bringen wollte, diese aber nicht vorgelegt habe.

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