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Altes Rathaus: Verwaltung gegen zweiten Aufzug

Mehrausgaben Altes Rathaus: Verwaltung gegen zweiten Aufzug

Einen zweiten Aufzug im Alten Rathaus, mit dem auch die Ausstellungsräume im ersten Obergeschoss barrierefrei zu erreichen gewesen wären, wird es nicht geben.  Jedenfalls dann, wenn die Politik einer Vorlage der Bauverwaltung folgt. Danach soll die „behindertengerechte Erschließung des Ausstellungsbereichs“ mit einem Aufzug nicht umgesetzt werden.

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Behindertengerechter Zugang zum Restaurant und in die historische Halle: Außenfahrstuhl am Alten Rathaus.

Quelle: Vetter

Göttingen. Im Erdgeschoss soll eine Behindertentoilette und im Zwischengeschoss eine neue Toilettenanlage gebaut werden.

Die Verwaltung begründet das mit „erheblichen Eingriffen in die Dachkonstruktion des Baudenkmals“. Hinzu kämen „schwer zu lösende“ Statikprobleme. Vergangene Woche hatte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) die daraus entstehenden Mehrkosten mit 400 000 Euro beziffert.

Die ursprünglichen Kosten von 645 000 Euro würden auf mehr als eine Million Euro steigen . Die nun vorgeschlagene, so genannte „kleine Lösung“ würde 452 000 Euro kosten. 357 000 Euro davon entfallen auf Vorplanungen (35 600 Euro), den bereits gebauten Außenaufzug (217 000 Euro) sowie bereits gemachte Planungen für den Innenaufzug (104 500 Euro).

95 000 Euro veranschlagt die Stadt für die WC-Anlagen. Mit der jetzigen Erreichbarkeit der Rathaushalle mit dem Aufzug sei, so Stadtbaurat Thomas Dienberg, schon viel „getan“ worden. „Auch ein Verdienst des Behindertenbeirates .“

Ob die 400 000 Euro Mehrkosten ausreichen werden, ist laut Dienberg nicht sicher. „Ich kann das nicht garantieren.“ Spätere Nachforderungen seien dann nicht mehr zu vermitteln. „Unterm Strich“ seien die Mehrkosten nicht zu vertreten – auch mit Blick auf das Entschuldungshilfeprogramm.

Im Tageblatt-Interview vom 16. Januar hatte Dienberg, wie zuvor von Meyer angeregt, noch angekündigt, Positionen im Investitionshaushalt zu benennen, die gestrichen oder reduziert werden könnten, um die Mehrkosten für den Rathausumbau zu finanzieren. Über die Vorschläge hätte dann die Politik entschieden.

Wie Dienbergs Interview-Antworten stammt der Verwaltungsvorschlag, der nun keinerlei Alternativen zur Finanzierung der Mehrkosten nennt, ebenfalls vom 16. Januar. Das Datum in der Vorlage sei fehlerhaft, erklärt Dienberg. Diese sei am 16. weder vom ihm noch von Meyer noch freigegeben gewesen.

Am Abend des 16. Januars habe er den Verwaltungsvorschlag in den Fraktionen vorgetragen. Diese seien „überraschend verständig“ gewesen.

Der Bauausschuss tagt am Donnerstag, 24. Januar, um 16.15 Uhr im Sitzungsraum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4.
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