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Altlasten verzögern Bau des Aldi-Marktes

Gelände am Rischenweg verunreinigt Altlasten verzögern Bau des Aldi-Marktes

Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Hasselbach am Rischenweg wird derzeit gebaut. Vom Edeka-Markt steht bereits der Rohbau, die Fertigstellung des Neubaus für den benachbarten Aldi-Markt wird sich indes verzögern. Grund: Der Boden des betreffenden Grundstücks ist verunreinigt.

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„Natürliche Bestandteile von Zitrusfrüchten“: Damit ist ein Teil des Geländes am Rischenweg verunreinigt.

Quelle: Hinzmann

Das bestätigte die Gemeinde Rosdorf auf Anfrage. Gefahr für Leib und Leben bestehe aber nicht, versicherte der stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Böhm. Was genau im Boden gefunden wurde, konnte er indes nicht sagen.

Für Aufklärung sorgte jetzt die Firma Miritz Citrus Ingredients aus Kirchgandern. Deren Vorgänger-Firma, die Wolfgang Miritz GmbH, sei bis 1996 im Besitz des Grundstücks gewesen, ehe dieses an Hasselbach verkauft wurde, wie Geschäftsführer Tillmann Miritz gegenüber dem Tageblatt erklärte. Aus der Zeit vor 1996 stammten wohl auch die Altlasten. Das Gelände habe damals vor allem als Lagerstätte für in Sizilien produzierte ätherische Öle aus Zitrusfrüchten und alkoholische Destillate gedient.

Bei den Verunreinigungen handele es sich um „natürliche Bestandteile von Zitrusfrüchten, sogenannte Monoterpene“, sagte Miritz. Diese Substanzen seien Naturstoffe, die von Pflanzen als sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe gebildet werden und in den meisten ätherischen Ölen wie zum Beispiel Orangen- oder Zitronenöl vorkämen. „Vermutlich sind die Stoffe durch Risse im Betonboden in das darunterliegende Erdreich gesickert“, erklärte Miritz. Die „ungefährlichen Stoffe“ seien biologisch vollständig und rückstandsfrei abbaubar, hätten jedoch „durch die Bodenversiegelung und den Ausschluss von Sauerstoff“ über die Jahre noch nicht abgebaut werden können. Dem müsse man nun nachhelfen.

Derzeit sei eine Firma damit beschäftigt, in enger Abstimmung mit den Behörden den belasteten Boden auszutauschen. Er werde in einer Bodenbehandlungsanlage auf biologischem Wege gereinigt. Man habe sich „aus Verantwortung gegenüber unserer Vorgängergeneration“ zu diesem Schritt entschlossen, sagte Miritz. Dieses Vorgehen lobte Birgitt Witter-Wirsam, Inhaberin von Holzland Hasselbach, ausdrücklich. Sie sei froh, dass die Firma Miritz sich so kooperativ verhalten habe.

Mittlerweile sei der „seinerzeit mit der Firma Hasselbach geschlossene Kaufvertrag“ über das Grundstück „zurückabgewickelt“ worden, um die Sanierungsmaßnahmen fach- und sachgerecht begleiten zu können, sagte Miritz. Derzeit gehe er davon aus, dass der Aldi-Markt im Herbst 2011 eröffnet werden kann.

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