Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Amtsgericht Göttingen: Steuerprüfer als Steuerbetrüger

Amtsgericht verhängt 50 000 Euro Geldauflagen und stellt Strafverfahren danach ein Amtsgericht Göttingen: Steuerprüfer als Steuerbetrüger

Die Wirtschaftsberater-Kanzlei wirbt mit Erfahrung in Steuersachen und Zusammenarbeit mit renommierten Anwälten. Seit Dienstag hat das Inhaber-Ehepaar eine Erfahrung mehr. Strafverteidiger schafften es, einen extrem hohen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung auf weniger als ein Drittel zu reduzieren. Das Verfahren wegen Steuerbetrugs wurde gegen Auflage einer Zahlung von 50000 Euro eingestellt.

Voriger Artikel
NDR2-Soundcheck-Festival: Beginn Bühnenaufbau auf Göttinger Albaniplatz
Nächster Artikel
Auflieger löst sich bei Northeim von Sattelzugmaschine

(Symbolfoto)

Quelle: dpa

Göttingen. Den Eheleuten aus Göttingen war vom Finanzamt für Fahndung und Strafsachen vorgeworfen worden, in ihren eigenen Steuererklärungen Umsatzsteuer verkürzt, Verlustvorträge falsch angegeben und gegen das Investitionszulagengesetz verstoßen zu haben. Allein bei den Verlustvorträgen von gut einer Million Euro sei mehr als die Hälfte erschwindelt gewesen.

Ganz nebenbei kam während der Verhandlung vor dem Amtsgericht heraus, dass die Ehefrau auch noch die falsche Steuerklasse angegeben und sich (mutmaßlich steuerverkürzend) als alleinerziehende Alleinverdienerin ausgegeben hatte.

Doch so einfach, wie der von einem anderen Richter verhängte Strafbefehl aussah, sei die Sache nicht, gaben die Verteidiger in der Verhandlung vom Dienstag an. Sie verwiesen auf mögliche Verjährung eines Teils der Vorwürfe und darauf, dass der Strafbefehl von zu hohen Tagessatzhöhen ausgehe.

Für den Ehemann etwa war von täglich 500 Euro Verdienst ausgegangen worden. Die Kanzlei habe inzwischen aber durch Verlust einer ganzen Unternehmensgruppe als Mandanten „dramatische Einkommenseinbußen“.

Hinter verschlossenen Türen - angeblich, um das Steuergeheimnis nicht zu verletzen - wurde schließlich eine Einigung gefunden: Er zahlt 35000 Euro Geldauflage, sie 15000; teils an gemeinnützige Einrichtungen, teils an den Staat. Dafür wird das Verfahren wegen geringer Schuld eingestellt.

Das öffentliche Interesse an weiterer Strafverfolgung, so der für Steuersachen zuständige Amtsrichter, sei mit dieser hohen Buße beseitigt. Die tatsächlich angemessene Steuer haben die Angeklagten ohnehin zahlen müssen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt