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Angriff auf Tattoo-Studio: Polizei Göttingen weist Vorwürfe zurück

Rote Straße Angriff auf Tattoo-Studio: Polizei Göttingen weist Vorwürfe zurück

Nach dem Übergriff auf das Göttinger Tattoo-Studio durch Angehörige der linken Szene hatten sich unmittelbar Betroffene in einer Erklärung „zum Vorfall am 19.01.13 in der Roten Straße“ auf der Internet-Plattform indymedia kritisch zum Vorgehen der Göttinger Polizei geäußert. Die Polizei weist diese Vorwürfe nun in einer Stellungnahme zurück.

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Der Angriff auf das Tattoo-Studio in der Roten Straße am Sonnabend 19. Januar.

Quelle: Heller

Göttingen. So wird der Polizei vorgeworfen, sie habe "...anscheinend Interesse daran, einen  Konflikt innerhalb der Roten Straße herbeizureden und damit Mutmaßungen über angebliche Hintergründe in der Öffentlichkeit noch weiter anzuheizen". Angesichts der bei dem Übergriff vorsätzlich und rücksichtslos begangenen Straftaten stößt dieser Vorwurf, der ganz offensichtlich vom eigenen Vandalismus ablenken soll, bei der Inspektionsleitung auf großes Unverständnis.

"Die Vorwürfe verharmlosen die Tat im Nachhinein und unterstellen der Göttinger Polizei ein ihrem gesetzlichen Auftrag zuwiderlaufendes, unprofessionelles Handeln", sagte Inspektionsleiter Thomas Rath. "Dies ist aus meiner Sicht nicht nur gegenüber den am Einsatz beteiligten Beamten vollkommen unakzeptabel, sondern erscheint auch angesichts der zum Schutz der Bewohner der Roten Straße umfänglich ergriffenen Einsatzmaßnahmen mehr als grotesk", so Rath weiter.

Bei dem Übergriff auf das Tattoo-Studio in der Roten Straße waren am Sonnabend, 19. Januar, schwere Straftaten, darunter schwerer Landfriedensbruch und Sachbeschädigungen, von einer mit Schlagwerkzeugen bewaffneten Gruppe Vermummter aus der linken Szene vorsätzlich begangen worden. Diese unrühmliche Tat reiht sich ein in diverse vergleichbare Vorfälle der letzten Jahre.

Während der Eröffnungsfeier eines Tattoo-Studios in der Roten Straße in Göttingen kam es zu einem Überfall. Vermummte Personen zertrümmerten Fenster und Vitrinen.

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Die Polizei Göttingen stellt hierzu unmissverständlich klar, dass sie die Ermittlungen zur Aufklärung der Tat gezielt und mit allen gesetzlich zur Verfügung stehenden Mitteln fortsetzen wird. Daran ändert auch eine inzwischen erfolgte Entschuldigung der linken Szene bei der Geschäftsbetreiberin nichts.

Eine Entschuldigung kann zwar nach Täterermittlung bei der späteren Strafzumessung Berücksichtigung finden, der polizeiliche Ermittlungsauftrag ändert sich hierdurch aber in keinem Fall, da die Polizei nach § 163 Strafprozessordnung einem Strafverfolgungszwang unterliegt, der zu Recht keinen Ermessensspielraum zulässt.

"Der Rechtsstaat würde in Frage gestellt werden, wenn wir körperliche Gewalt und das Begehen von Straftaten als Mittel der politischen Auseinandersetzung akzeptieren würden. Letztlich bedauern die Täter auch ganz offensichtlich nicht ihr Handeln, sondern nur, dass ein falscher Adressat getroffen wurde", so Thomas Rath.

ots

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Racheaktionen befürchtet

„Die linke Szene in der Roten Straße ist in heller Aufregung.“ Das sagt Gerd Hujahn, Einsatzleiter der Göttinger Polizeiinspektion. Grund sei der Angriff auf das Tattoo-Studio „Jenny B’s“ am Sonnabend. Damit habe die Antifa, offenbar unabsichtlich, die Rockerszene provoziert.

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