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Ansturm auf Krippen in der Stadt Göttingen

Elternbefragung Ansturm auf Krippen in der Stadt Göttingen

Die Nachfrage nach Krippenplätzen in der Stadt Göttingen ist weiter gestiegen. Das ist das vorläufige Ergebnis der aktuellen Elternbefragung, wie Jugenddezernent Siegfried Lieske (Grüne) auf Anfrage mitteilt. Damit wird es für die Stadt immer schwieriger, dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren, der ab August 2013 gilt, gerecht zu werden. Und für Eltern wird es immer schwieriger, einen Krippenplatz zu finden.

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Zusammen lässt es sich viel schöner krabbeln: Immer mehr Eltern in der Stadt Göttingen wollen ihr Kind in eine Krippe geben.

Quelle: dpa

Göttingen. Bislang ging die Verwaltung in ihren Berechnungen für das Jahr 2013 von einem Betreuungsbedarf von 53 Prozent und rund 200 fehlenden Plätzen aus. Lieske wollte zwar noch keine konkreten Zahlen nennen. Nach vorläufiger Auswertung der Elternbefragung rechne er aber mit einer weiteren Steigerung des Bedarfs. Demnach würden im August sogar mehr als 200 Krippenplätze in Göttingen fehlen.

Dabei sind die Wartelisten einiger Kindertagesstätten schon jetzt lang. So stünden beispielsweise auf den Wartelisten der Kinderhaus-Kitas Nonnenstieg und Bunsenstraße 34 beziehungsweise 48 Kinder, sagt Lieske. Bei den Kitas des Studentenwerks seien es zusammen gar 102 Kinder, die auf einen Platz warteten. „Eine horrende Zahl“, erklärt Lieske. Natürlich sei es normal, dass viele Eltern ihr Kind nicht nur in einer Einrichtung anmeldeten. Dennoch: „Das ist alles kein Ruhmesblatt.“

Ändern kann die Stadt daran wenig. Denn der Krippenausbau (allein in den vergangenen fünf Jahren wurden 400 neue Plätze geschaffen) ist nun abgeschlossen. Gut 1300 Krippenplätze inklusive Tagespflege stehen zur Verfügung. Weitere neue Krippen werde es vorerst nicht geben. Man könne derzeit nur noch reagieren, indem man Hortplätze in Krippenplätze umwandle. „Aber wir stellen uns der Herausforderung. Wir müssen uns Gedanken machen“, betont Lieske.

Auch Eltern sollten sich Gedanken machen. Lieske rät ihnen, sich jetzt für einen Krippenplatz im nächsten Sommer zu bewerben. Denn im Januar würden bereits die ersten Plätze vergeben. Zudem sei es sinnvoll, es bei mehreren Kitas gleichzeitig zu versuchen. Denn die Vergabe wird in Göttingen nicht zentral geregelt. Das macht jede Kita für sich, ob freier Träger oder städtisch. Weitere Anlaufstationen sind laut Lieske das Kinder- und Familienservicebüro und die Kindertagespflegebörse.

Der Landkreis Göttingen rechnet für das nächste Jahr damit, für 36 Prozent der Kinder  ein Angebot im Krippenbereich zur Verfügung stellen zu können. Damit stehe man gut da, hieß es noch im Frühjahr. Die Gemeinden seien voraussichtlich gerüstet. Ob und wie viele Plätze im kommenden Jahr tatsächlich fehlen, dazu konnte Landkreissprecher Marcel Riethig jedoch keine Angaben machen.

Das Betreuungsgeld, das im nächsten Jahr eingeführt wird, werde der Stadt jedenfalls nicht helfen, die Probleme zu lösen, glaubt Lieske: „Wir brauchen das Geld nicht, weil es den Kindern nicht hilft.“ Er gehe davon aus, dass in einer Bildungsstadt wie Göttingen nur wenige für das Betreuungsgeld auf einen Krippenplatz verzichten würden. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Lieske.

Trotz der bisweilen langen Wartelisten gibt es laut Lieske derzeit keine Beschwerden von Eltern. Auch Klagen seien noch nicht eingegangen. Das freilich könnte sich ab dem 1. August 2013 ändern.

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Neues Angebot des Landkreises Göttingen: Das Familien- und Kinderservicebüro des Jugendamtes bietet Eltern ab Sonnabend, 3. November, die Möglichkeit, im Internet Tagesmütter und -väter für ihre Kinder zu finden und zu kontaktieren.

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