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Antirauchkampagne an Göttinger Schulen

Folgen des Rauchens Antirauchkampagne an Göttinger Schulen

Göttinger Medizinstudenten haben eine neue Antirauchkampagne an Schulen gestartet. Das Besondere: Ein durchs Rauchen schwerkranker Patient berichtet den Schülern über sein Schicksal. Diese Woche fiel der Startschuss am Max-Planck-Gymnasium (MPG). Weitere Schulen sollen folgen.

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So anstrengend kann das Atmen für Raucher sein: Paolo, Marleen und Lina beim sogenannten Strohhalmversuch.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. In einer Vorveranstaltung im Dezember 2012 hatten die Studenten Schüler der siebten Klassen über die Gefahren des Rauchens informiert. Die Initiatoren gehören dem Verein Aufklärung gegen Tabak an, der vom Gießener Medizinstudenten Titus Brinker gegründet wurde. „Rauchen ist auch in eurem Alter schon präsent“, betont Student Andreas Koldehoff beim Auftakt im MPG.

Viele Eltern seien Raucher, und alle hätten schon Tabakwerbung gesehen. Gemeinsam mit seinem Mitstreiter Artur Derksen reicht er Alltagsprodukte wie Insektenspray, Reinigungsmittel und Rattengift herum. Deren Bestandteile kommen auch in Zigaretten vor. Die Schüler staunen, welche Giftstoffe neben dem süchtigmachenden Nikotin in Zigaretten enthalten sind.

Auch die gesundheitlichen Folgen wie Lungenkrebs, Herzinfarkt und Schlaganfall werden abgefragt. Hochrote Köpfe gibt es dann beim „Strohhalmversuch“. Nach kleineren Sportübungen versuchen die Schüler, mit verschlossener Nase durch einen Strohhalm zu atmen, „so fühlt es sich an wenn man Raucher ist“, sagt Derksen.

Gebannt und schockiert verfolgen die Jugendlichen den Bericht von Helmut Meseke, 75 Jahre alt, ehemaliger Raucher und Mitglied der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD. Meseke ist 24 Stunden am Tag an ein Sauerstoffgerät gefesselt. „Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr geraucht. So war das damals in meiner Generation“ sagt Meseke und atmet für alle hörbar keuchend durch sein Atemgerät.

Sein Tipp: „Wenn man nicht anfängt, muss man nicht aufhören“. „Ich finde Rauchen insgesamt total idiotisch, man wird nur krank, und man stirbt schneller“ so die 13-jährige Lina nach der Veranstaltung. Paolo und viele andere sind besonders von dem anschaulichen Bericht Helmut Mesekes beeindruckt.

„Ziel der Kampagne ist die Aufklärung“, sagt Koldehoff. Den Schülern solle eine Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden, um sich später gegen das Rauchen zu entscheiden – selbst wenn der oftmals unter Jugendlichen herrschenden Gruppendruck ihnen zusetzt.

Von Tabea Fehl

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