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„Anwohner sind nicht unsozial“

Nikolausberg „Anwohner sind nicht unsozial“

Die Diskussionen um die Tagesgruppe der Jugendhilfe am Rohns reißen nicht ab. Zwar haben sich die meisten Anwohner mittlerweile mit den Jugendlichen arrangiert, die von der Stadtverwaltung angestrebte Bebauungsplanänderung sorgt aber weiterhin für Kritik.

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Großes Interesse: Regine Schünemann, Antje Snell, Moderator Michael Brakemeier vom Göttinger Tageblatt und Jörg Rudolph (v.l.) auf dem Podium bei der Bürgerversammlung.

Quelle: Hinzmann

Neben dem Ortsrat Nikolausberg lehnen auch viele Nachbarn den in ihren Augen unnötigen Eingriff ab – das wurde jetzt bei einer Podiumsdiskussion erneut offenbar. Allein: Die Beteiligten konnten die Verantwortlichen mit ihren Vorwürfen („arrogant“, „Gutsherrenart“, „miserable Informationspolitik“) nicht konfrontieren. Von der zuständigen Bauverwaltung war niemand erschienen. Lediglich Antje Snell vom Jugendamt war vertreten.

So erschöpften sich die Beiträge meist in immer wiederkehrenden Diskussionen über die Tagesgruppe der Jugendhilfe und deren Verhältnis zu den Anwohnern. Dabei war schnell klar, dass niemand der knapp 30 Gäste die Jugendlichen aus dem Ort verbannen möchte. Allein die Öffentlichkeitsarbeit der Jugendhilfe wurde kritisiert, was deren Vertreter indes zurückwiesen.

Man habe direkt zu Anfang einen Tag der offenen Tür veranstaltet, und Betreuer seien mit den Jugendlichen von Haus zu Haus gezogen und hätten sich vorgestellt, sagte Regine Schünemann, Leiterin der Jugendhilfe. Bürger seien aber jederzeit willkommen, das Haus an der Senderstraße zu besuchen und sich ein Bild zu machen. Vielleicht könnten so noch vorhandene Spannungen abgebaut werden. Denn, so Schünemann, „wir fühlen uns nicht wirklich willkommen“.

„Die Anwohner sind nicht unsozial“, entgegnete ein Zuhörer. Sie hätten nichts gegen die Einrichtung der Jugendhilfe, sie wollten nur ihren „Bestand erhalten“. Das bekräftigte auch Ortsbürgermeister Jörg Rudolph (CDU). „Die Tagesgruppe ist herzlich willkommen, aber die Bebauungsplanänderung ist so nicht hinnehmbar. Die Anlieger wollen, dass es ein Wohngebiet bleibt, und das wollen wir auch.“ Es müsse eine Ausnahme für die Jugendhilfe geben. Dass sei möglich. Der Rat der Stadt müsse das nur unterstützen.

Also müsse jeder Bürger versuchen, den politischen Druck aufrechtzuerhalten und nochmals zu forcieren. Nur so habe man noch eine Chance. „Nehmen Sie Einfluss in Göttingen“, forderte Burkhard Wegener (CDU) die Zuhörer auf. Viel Zeit bleibt nicht: Am 4. Februar wird das Thema im städtischen Bauausschuss beraten.

afu

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