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Anwohnerparken am Egelsberg: „Was für ein Quatsch“

Parkgebühr Anwohnerparken am Egelsberg: „Was für ein Quatsch“

Dabei meinte es die Stadtverwaltung doch so gut: Freie Plätze für Anwohner, weniger herumfahrende fremde Autos auf der Suche nach einem Parkplatz, und ganz nebenbei ein paar Euro für die Stadtkasse. Jetzt spielen ausgerechnet die Anwohner nicht mit. Protest auf ihrer Seite, lange Gesichter bei den Vertretern der Stadt, gereizte Stimmung im Ratssaal.

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Parkplatznot: Tagsüber ist es im Umfeld der großen Betriebe (Hintergrund) manchmal eng.

Quelle: CH

Göttingen. Unter dem Titel „Parkraumbewirtschaftung in der Weststadt“ hat die Verwaltung am Dienstag ihr Konzept für den Egelsberg inklusive Königsallee und Königsstieg vorgestellt. „Nur ein Vorschlag“, versicherte Ordnungsamts-Chef, Manfred Kuhlmann, „kein zwingender Plan“. Die Egelsberger zweifeln: An der Königsallee stehen schon Sockel für Parkautomaten.

Die Hintergründe: Die Stadt erneuert die Königsallee. Dabei fallen etwa 17 Parkplätze weg. Weil dort auch Beschäftigte von zwei großen Firmen parken, fürchtet die Verwaltung einen Verdrängungseffekt auf das Wohngebiet Egelsberg. Dort wiederum gebe es schon jetzt Beschwerden über zu viele Autos, so Kuhlmann. Um die Lage zu entspannen gebe es jetzt folgende Vorschläge: Fast der gesamte Egelsberg (zwischen Königsstieg, Königsallee, Groner Landstraße und Grätzelstraße) soll Anwohnerparkbereich werden.

30 Euro pro Jahr

Die Parkberechtigung kostet dann für jedes Auto gut 30 Euro pro Jahr (875 gemeldete Fahrzeuge gibt es auf dem Berg). Für Besucher müssen sie eine Tageskarten beantragen. Nur an der Schule, hinter den Firmen, in der Königsallee und in Teilen des Königsstiegs solle es normale Parkplätze geben – gegen Gebühr an Automaten.

„Was für ein Quatsch“, konterte Egelsberger Gerd Bode: „Wenn Sie das umsetzen, werden Sie nur noch leere Straßen haben – das nützt keinem.“ Auch andere Bürger versicherten, das der Berg „seit Jahrzehnten gut mit den Firmen und ihren Mitarbeitern auskommt“. Es gebe keine gravierenden Probleme. Tagsüber würden die Beschäftigten auf den Straßen parken, abends aber gebe es genug Platz für die Anwohner. Beklagen würden sich nur jene, die immer einen Parkplatz genau vor ihrem Haus suchten.

Zeiss und Quioptik

Und wenn es tatsächlich Probleme durch die Firmen Zeiss- und Quioptik gebe, sollten sie diese lösen. Nicht aber die Anwohner durch Einschränkungen, für die sie auch noch bezahlen sollen. Das sieht Verwaltung teilweise auch so. Es habe bereits ein Gespräch mit den Firmen gegeben, ergänzte Ordnungsdezernent Siegfried Lieske. Dort sei man bereit, nach Lösungen zu suchen.

„Dann wäre es dann nicht sinnvoll, das Ding in die Schublade zu stecken, bis die Gespräche und der Umbau der Königsallee abgeschlossen sind“, konterte ein Anwohner. Ein Vorschlag, den die Verwaltung überdenken will. Und warum gibt es schon Parkautomaten-Sockel? Weil es einfacher gewesen sei, sie beim Umbau der Königsallee gleich vorzusehen statt nachzurüsten, so Kuhlmann.

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