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Auch an der IGS: Abitur nach zwölf Jahren

Andretta: „Ohrfeige“ Auch an der IGS: Abitur nach zwölf Jahren

Auch wenn die Göttinger Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) die Jury des Deutschen Schulpreises mit ihrem pädagogischen Konzept überzeugt hat und am Freitag die höchstdotierte Schulauszeichnung Deutschlands gewonnen hat: Auch an der IGS muss künftig bereits nach zwölf statt nach 13 Jahren das Abitur geschrieben werden.

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Präsidiales Lächeln: Bundespräsident Christian Wulff (CDU) bei der Preisverleihung für die IGS.

Quelle: dpa

Göttingen. Eine Ausnahme wird es für diese Schule nicht geben, wie Roman Haase, Sprecher von Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) auf Anfrage mitteilt.
„Die Vergabe der Allgemeinen Hochschulreife erfolgt auch an dieser Schule in der Regel nach zwölf Schuljahren“, sagt er. Das schließe aber nicht aus, erklärt Haase weiter, „dass Schüler, die erst am Ende des zehnten Schuljahrgangs die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erwerben, auch an dieser Schule das Abitur nach 13 Schuljahren ablegen.“

Auch weil die IGS mit einen Gymnasialschüleranteil von mehr als 60 Prozent „arbeitet“, sei „gerade diese Schule als leistungsstark“ einzustufen, sagt Haase. Auch deshalb besteht in Hannover kein Zweifel, dass es die IGS schafft, auch nach zwölf Jahren zum Abitur zu führen. Hinzu komme, dass die Schule „mit mehr Lehrerstunden in bestimmten Fächern und Schuljahrgängen“ und der Bildung von kleinen Lehrerteams für die Klassen eines Schuljahrgangs arbeite.

Als „Ohrfeige für die beste Schule Deutschlands“ hat die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta die Weigerung Althusmanns kritisiert, der IGS zu gestatten, auch in Zukunft das Abitur nach 13 Jahren anbieten zu können. „Wie ideologisch verbohrt darf man sein? Die IGS Geismar hat eindrucksvoll bewiesen, dass ihr Schulmodell erfolgreich ist. Statt das prämierte Schulkonzept als Vorbild für andere Schulen zu fördern, soll ihm jetzt im Korsett des G8 der Garaus gemacht werden.
Die SPD fordert nun die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren für alle Gesamtschulen. Noch in diesem Monat werde die Fraktion das Thema auf die Tagesordnung des Landtages setzen.

Auch der Göttinger Landtagsabgeordnete der Grünen, Stefan Wenzel, forderte Ministerpräsident David McAllister (CDU) auf, „den integrierten Gesamtschulen wieder zu ermöglichen, das Abitur nach 13 Jahren anzubieten“. Für Patrick Humke, Göttinger Landtagsabgeordneter der Linken, zeigt die IGS-Auszeichnung auch, „dass gemeinsamer Unterrich dem Selektionskonzept von CDU und FDP überlegen ist“.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) sagt in Richtung niedersächsischer Landesregierung: „Auch das Land Niedersachsen kann auf diesen Erfolg stolz sein und beweist nun hoffentlich die Größe, dieser Schule mit ihrem besonderen pädagogischen Konzept das Abitur in 13 Schuljahren zu erhalten.“

Am heutigen Donnerstag, 16. Juni, stellt sich der niedersächsische Kultusminister und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Bernd Althusmann (CDU), Schülern, Eltern und Lehrern in einer Podiumsrunde zum 425-jährigen Bestehen des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums (MPG). Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr im MPG am Theaterplatz in Göttingen.

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100 000 Euro

Die Integrierte Gesamtschule Göttingen-Geismar (IGS) gewinnt nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel Online den Deutschen Schulpreis in Höhe von 100 000 Euro. Der Preis wird am Freitag, 10. Juni, von Bundespräsident Christian Wulff in Berlin übergeben.

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