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Auffällige Werbung an historischer Fassade

Restaurant in Junkernschänke Auffällige Werbung an historischer Fassade

Farbenfroh ist die Junkernschänke. Seit Abschluss der Sanierung vor mehr als vier Jahren leuchtet das Fachwerk im satten Dunkelrot. Neuerdings prangt in den beigefarbenen Gefachen unter dem Logo der Junkernschänke ebenfalls in roter Farbe und weithin sichtbar der Schriftzug „Steak House“. Ein Hinweis auf die momentane Nutzung.

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Werbung im Doppelpack: Fassade der historischen Junkernschänke. Das Haus wurde 1451 gebaut.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ob ein so auffälliger Hingucker an denkmalgeschützter Fassade überhaupt erlaubt ist, fragt sich unter anderem Tageblatt-Leser Walter Schubert. „Das ist alles mit der Stadt abgeklärt“, sagt Steak-House-Geschäftsführer Daniel Bardosi. Stadtsprecher Detlef Johannson bestätigt das. Weil es in der Vergangenheit in diesen beiden Gefachen an der Ecke schon immer Hinweise auf eine Gaststätte gegeben hat, habe es die Stadt auch jetzt wieder gestattet. Ein Freibrief für andere Baudenkmale sei das aber nicht, sagt Johannson.

„Es ging in diesem Fall einfach nur darum, eine Bemalung in den beiden auf Eck liegenden Gefachen zuzulassen, weil dort seit vielen, vielen Jahren Werbung für die Gastronomie des Hauses gemacht wurde. Das war mittlerweile schon Teil des Erscheinungsbildes des Baudenkmals. Nur dort und nur in diesem Ausmaß konnte das deshalb zugelassen werden“, erklärt Johannson.

Maximal 60 mal 40 Zentimeter groß dürfe die Schrift unter dem Logo groß sein, sagt Bardosi. Für ihn sei das die einzige Möglichkeit, in der Jüden- und Barfüßerstraße auf sein Restaurant aufmerksam zu machen, sagt Bardosi. Denn auffällige Leuchtreklame an der Fassade ist aus Gründen des Denkmalschutzes komplett untersagt. Auch, so erörtert Bardosi, würden die bleiverglasten Fenster kaum Einblicke von außen zu lassen.

Auch wenn der Schriftzug stark an die 42 Filialen starke Hamburger Restaurantkette „Block House“ erinnert. Bardosi betont, dass man sich daran lediglich angelehnt habe, man aber keine Filiale der Kette sei, sondern ein „eigenständiges“ Restaurant. Wohl aber, so sagte Bardosi bei der Eröffnung im September, würden alle Zutaten aus der Hamburger Herstellung geliefert. Systemgastronomie sei das nicht. Im Kaufvertrag ist die Fast-Food-Systemgastronomie als Nutzung für das Fachwerkhaus ausgeschlossen, sagt Bardosi.

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