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Aufsichtsrat soll 40.000 Euro zahlen

Finanzdrama am Jungen Theater Aufsichtsrat soll 40.000 Euro zahlen

In dem Drama um Betrügereien und verschwundene Gelder beim Jungen Theater (JT) in Göttingen gibt es jetzt ein weiteres juristisches Nachspiel. Der Insolvenzverwalter des Theaters hat den damaligen Aufsichtsrat wegen Verletzung der Aufsichtspflichten auf 40 000 Euro Schadensersatz verklagt.

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Der Insolvenzverwalter des Jungen Theaters hat den ehemaligen Aufsichtsrat wegen Verletzung der Aufsichtspflichten auf 40 000 Euro Schadensersatz verklagt.

Quelle: Heller

Göttingen . Er wirft den sieben Aufsichtsratsmitgliedern vor, dass sie sich bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2009 kein Originalexemplar haben vorlegen lassen. Dadurch hätten sie nicht gemerkt, dass die Buchhalterin die Unterlagen gefälscht hatte. Außerdem hätten sie sich keinen Prüfbericht des Abschlussprüfers vorlegen lassen.

Das Theater war im Sommer 2010 durch die Betrügereien der Buchhalterin in eine dramatische Notlage geraten und hatte Insolvenz anmelden müssen (Tageblatt berichtete). Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Mitarbeiterin Jahresabschlüsse gefälscht und manipulierte Unterlagen vorgelegt hatte, um vorzutäuschen, dass die Abschlüsse geprüft worden waren. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte deshalb gegen sie einen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung und des Nichtabführens von Sozialversicherungsbeiträgen verhängt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Insolvenzverwalter vor dem Göttinger Arbeitsgericht eine Schadensersatzklage gegen den Intendanten und damaligen Geschäftsführer Andreas Döring und gegen die Buchhalterin angestrengt. Das Arbeitsgericht entschied damals, dass Döring nicht für die hohen Fehlbeträge in der Kasse haftbar gemacht werden könne. Für diese sei allein die Buchhalterin verantwortlich. Sie muss deshalb mehr als 62 000 Euro Schadensersatz leisten. Mit der Schadensersatzklage gegen den Aufsichtsrat befasst sich am 10. Oktober eine Zivilkammer des Landgerichts Göttingen.

pid

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Das Junge Theater (JT) hat am Freitag, 9. Juli, wie angekündigt wegen des Betrugsskandals im eigenen Haus Insolvenz beantragt. Das bestätigte Intendant Andreas Döring gegenüber dem Tageblatt.

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