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Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen

Landkreis Göttingen Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen

Die Aujeszkysche Krankheit, von der insbesondere Schweine betroffen sind, ist erstmals bei Wildschweinen im Landkreis Göttingen festgestellt worden. Nachgewiesen wurde die Erkrankung bei Wildschweinen, die im Bereich Bad Grund, Osterode-Freiheit und Hilkerode erlegt wurden, teilt die Kreisverwaltung mit.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Hausschweine sind nicht betroffen. Der Landkreis mahnt Hundehalter, Jäger und andere Personen, die mit Wildscheinen in Berührung kommen können, zur Vorsicht. Die Aujeszkysche Krankheit ist eine Virus-Erkrankung. Sie kommt weltweit vor. In Deutschland sind Hausschweine seit 2003 frei von dieser Tierseuche. Bei Wildschweinen kommt das Virus jedoch in mehreren Bundesländern vor. In Niedersachsen wurden im Rahmen von Monitoring-Untersuchungen seit 2011 vereinzelt infizierte Wildschweine festgestellt.

Anfangs waren die Nachweise auf den Raum Wolfenbüttel, Salzgitter und Goslar (Süd-Ost-Niedersachsen) begrenzt. In den vergangenen Jahren hat sich der Erreger in der Schwarzwildpopulation ausgebreitet und trat auch im Norden des Landkreises Celle auf. Jetzt wurden im Landkreis Göttingen Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen.

Der Menschen ist für die Erkrankung nicht empfänglich, Fleisch von Haus- und Wildschweinen kann bedenkenlos verzehrt werden. Neben Schweinen können jedoch andere Tiere erkranken. Für Fleischfresser ist das Virus höchst gefährlich. Die Infektion erfolgt durch Aufnahme von Blut oder rohem Fleisch infizierter Schweine.

Das Vorkommen von Aujeszkyscher Krankheit bei Wildschweinen bedeutet auch eine Gefahr für Hausschweine. Jäger, die selbst Schweine halten oder Kontakt zu Schweinen haben, müssen besondere Vorsicht walten lassen. So dürfen Schweineställe nicht mit Jagdkleidung betreten und erlegte Wildschweine keinesfalls auf dem Betrieb aufgebrochen werden.

Gefahr auch für Haustiere

Auch Haustiere sind durch die Aujeszkysche Krankheit höchst gefährdet. Hunde erkranken wenige Tage nach der Infektion. Sie zeigen oft extremen Juckreiz. Die Tiere scheuern und kratzen sich, belecken und beknabbern ihren Körper. Schluckbeschwerden führen zu schaumigem Speichel. Dann kann das Erkrankungsbild dem der Tollwut ähneln, teilt die Göttinger Kreisverwaltung weiter mit. Daher wird die Erkrankung bei Hunden auch als „Pseudowut“ bezeichnet. Außerdem können Verhaltensänderungen, Verweigerung der Futteraufnahme und Lähmungserscheinungen auftreten.

Eine vorbeugende Impfung steht nicht zur Verfügung, die Erkrankung kann nicht behandelt werden. Sie endet bei Hund und Katze stets tödlich.

Hundehalter sollten grundsätzlich Fleisch von Haus- und Wildschweinen nur vollständig durchgekocht verfüttern. Auch infizierte Wildschweine und Teile erlegter Tiere stellen eine Infektionsgefahr für Hunde dar. Um mögliche Kontakte damit zu verhindern, sollten Hunde davon strikt ferngehalten und in Feld und Wald möglichst angeleint werden. Gerade derzeit wird intensiv auf Schwarzwild gejagt, erklärt die Kreisverwaltung.

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