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Aussage-Psychologin: „Irgendwas war da“

Aussage abgeschwächt Aussage-Psychologin: „Irgendwas war da“

Hat sie den geschilderten sexuellen Missbrauch mit erst zehn Jahren wirklich erlebt, oder hat sie sich die schweren Vorwürfe gegen den Stiefvater ausgedacht? Diese Frage sollte am Freitag eine Glaubwürdigkeitsgutachterin vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts klären.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Angeklagt des zweifachen sexuellen Missbrauchs ist ein 39 Jahre alter Handwerker aus dem Untereichsfeld (Tageblatt berichtete), der die Taten bestreitet und vermutet, das Kind habe sich die Vorwürfe zusammen mit der Großmuter ausgedacht, bei der das inzwischen 13-jährige Mädchen lebt.

Klarheit brachte auch die Aussage-Psychologin nicht. Eine Falschaussage lässt sich nach dem Gutachten nicht bejahen, aber die Zweifel an den Vorwürfen seien gewachsen, je länger das Verfahren dauert. „Irgendetwas war da“, sagte die Psychologin Ulrike Buchholz.

Genauer: „Irgendwas wird gewesen sein, aber die Aussage reicht nicht aus, um zu sagen, dass die Schilderungen wirklich erlebnisfundiert sind.“

Das Mädchen habe gegenüber der ersten Aussage bei der Polizei die Vorwürfe später abgeschwächt und teils anders geschildert. Das könne von Befindlichkeiten abhängig gewesen sein. „Dass es komplett ausgedacht ist, glaube ich nicht, aber es stimmt was nicht.“

Das Gericht hat am Freitag auch das Vorstrafenregister des Angeklagten erörtert. Heraus ragt eine Verurteilung von vier Jahren und drei Monaten wegen Raubes.

Mit einem Komplizen hatte der Handwerker im Frühjahr 2000 in Duderstadt und Werxhausen jeweils dieselbe Pizzabotin überfallen – bei der zweiten Tat mit den Worten „Da sind wir wieder!“

Die resolute 53-Jährige war darauf so wütend geworden, dass sie dem mit einem Tischfeuerzeug im Pistolen-Look bewaffneten Mann angriff und der sie niederschlug.

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Im Prozess gegen einen 38 Jahre alten Handwerker aus dem Untereichsfeld wegen sexuellen Missbrauchs seiner zehnjährigen Stieftochter ist jetzt die Mutter des Kindes als Zeugin gehört worden. Die 28-Jährige glaubt ihrer Tochter die Vorwürfe nicht.

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