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Ausstellung zeigt 60 Weihnachtskrippen

St. Johannis Ausstellung zeigt 60 Weihnachtskrippen

Mal sind die Figuren aus Salzteig, mal aus Press­pappe, mal aus Jutegewebe: 250 Weihnachtskrippen umfasst mittlerweile die Sammlung von Diakon Wolfgang Ziehe. Eine Auswahl von 60 Exponaten ist derzeit in der Krippenausstellung in der Innenstadtkirche St. Johannis zu sehen.

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Guckkastenkrippe: Stadtszene mit Anbetung der Könige.

Quelle: Heller

Göttingen. Dabei gibt es manch seltenes Stück, einen großen Reichtum an Formen und Farben und spannende Details zu entdecken. Zu sehen sind unter anderem eine große Holzkrippe aus Oberammergau, eine Krippe aus Tirol mit Fontanini-Figuren, eine Papierkrippe aus der Zeit um 1920, Rupfenpuppen aus Jutegewebe und Weihnachtspyramiden. Beeindruckend ist auch eine aus dem Sperrmüll gerettete Puppenstube, die restauriert und mit einem alten Christbaum versehen wurde und bei der Musik im Hintergrund spielt. Doch es finden sich auch eher triviale Exponate wie eine Krippe mit von einem Margarine-Hersteller beigelegten Figuren.

In der Ausstellung in St. Johannis hat sich Ziehe weitgehend aus Krippen aus dem deutschsprachigen Raum beschränkt. An einer Seite hat Ziehe acht Krippenszenen aufgebaut, die nacheinander die Weihnachtsgeschichte ergeben: von der Verkündigung der Geburt Jesu durch einen Engel an Maria über Marias Besuch bei der schwangeren Elisabeth, die Herbergssuche, die Geburt Jesu, die Verkündigung an die Hirten, den Besuch der Heiligen Drei Könige, die Flucht nach Ägypten bis hin zum zwölfjährigen Jesus. Außerdem gibt es in der Ausstellung einen kleinen Bereich, in dem an alte Weihnachtsbräuche erinnert wird.

Seit dem 5. Dezember ist die Krippenausstellung in der St. Johannis-Kirche eröffnet. ©Heller

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Der 54-jährige Ziehe, der als Diakon in St. Albani in Göttingen und in der evangelischen Kirchengemeinde Bovenden wirkt, hat vor sieben Jahren mit dem Sammeln angefangen – die Sammlung ist rasant gewachsen. Viele Stücke findet der Diakon auf Flohmärkten und in Antiquitätenläden. Er richtet die Krippen dann mit Freunden und Bekannten wieder her. Manchmal wird auch ein Exponat nachgebaut oder rekonstruiert – in der aktuellen Ausstellung beispielsweise eine alte Tragekrippe, die auf dem Rücken transportiert werden kann.

Doch für Ziehe ist wichtig, dass er die Krippen nicht nur für sich sammelt, sondern auch in der Öffentlichkeit zeigen kann. Denn in den Krippen wird schließlich bildlich von der Geburt Jesu erzählt und ein Stück christliche Tradition bewahrt.

Die Entstehung von Weihnachtskrippen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Seit dem Ende des 3. Jahrhunderts feiern Christen die Erinnerung an die Geburt Jesu. Seit dem 4. Jahrhundert ist die Geburt Jesu bildlich dargestellt worden.

Im Mittelalter gab es dann Vorläufer von Krippen. Die erste Nachricht, die sich vermutlich auf eine private Weihnachtskrippe bezieht, stammt aus dem Jahr 1567 für eine Burg in Amalfi.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 16. Dezember, täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr in St. Johannis zu sehen. Führungen mit Ziehe gibt es am Sonnabend, 8. Dezember, um 16 Uhr und Mittwoch, 12. Dezember, um 17 Uhr. Am Sonnabend, 15. Dezember, finden zwei Veranstaltungen zum Thema „Stern von Bethlehem“ statt. Um 15 Uhr beginnt für Kinder ab fünf Jahren eine Führung mit Ziehe und Bettina Lattke. Um 16 Uhr hält Christof Köhler vom Förderkreis Planetarium Göttingen für Kinder ab zehn Jahren einen Vortrag.
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Diese Weihnachtskrippe ist abstrakt: Die Figuren sind nicht farbig, sie haben keine Gesichter und unterscheiden sich auf den ersten Blick kaum voneinander: Es sind schlichte Holzklötze. Nur die Namen und Bezeichnungen, die darauf stehen und einige schlicht gehaltene Attribute verraten, dass es um Josef und Maria, die Heiligen Drei Könige, Hirten, Tiere, einen Engel und natürlich um die Geburt von Jesus Christus geht.

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