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Ausstellung zum Wandel des Handwerks in Holtensen

Gemeindezentrum Ausstellung zum Wandel des Handwerks in Holtensen

Während es um 1900 in Holtensen mehrere Handwerksbetriebe gegeben hat, gibt es dort jetzt so gut wie kein Handwerk mehr. Auf diese Veränderungen will Ortsheimatpflegerin Elsa Vollmer gemeinsam mit Wolfgang Siegmann und Hans-Werner Diederich in einer Ausstellung hinweisen.

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Wolfgang Siegmann (von links), Elsa Vollmer und Hans-Werner Diederich

Quelle: Christina Hinzmann

Holtensen. Diese behandelt das Thema“ Handel und Handwerk im Wandel“ unter dem Motto „Darf´s ein bisschen mehr sein?“. Auslöser für die Ausstellung war die Schließung der letzten Bäckerei in Holtensen im Jahr 2014. Die meisten Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe seien geschlossen worden, da es in der Nachfolgegeneration niemanden gegeben habe, der den Betrieb weiterbetreiben wollte, erklärt Siegmann.

„Wir wollen die Geschichte unseres Ortes für die nächsten Generationen festhalten“, sagt Diederich. Denn, wenn niemand sich die Mühe mache die Geschichte festzuhalten, wisse bald keiner mehr, wie es einmal in den Orten ausgesehen habe. „Wir haben im Begleitband zur Ausstellung unter anderem festgehalten, wer den ersten Telefonanschluss und das erste Auto in Holtensen hatte“, berichtet Siegmann.

Film über Hausschlachtung wird gezeigt

Parallel zur Ausstellung, die am 17. November, eröffnet wird, haben die drei auch an einem Buch gearbeitet. In diesem werden die ehemaligen Schlachter des Ortes ebenso vorgestellt wie die Besitzer der ehemals drei Gaststätten. „Die Vorbereitungen für die Ausstellung haben etwa ein Jahr in Anspruch genommen“, berichtet Siegmann. Unter anderem sei Diederich regelmäßig im Kirchenarchiv zu Gast, und auch im Göttinger Stadtarchiv habe es ausgiebige Recherchen gegeben. „Hierbei haben wir zum Beispiel herausgefunden, dass es bereits 1555 einen Schmied in Holtensen gegeben hat“, sagt Siegmann.

In dem Buch, was die vierte Veröffentlichung der drei Holtenser ist, kommen erneut Zeitzeugen zu Wort. So wird unter anderem beschrieben, wie früher eine Hausschlachtung vorgenommen wurde. „Zur Hausschlachtung werden wir auch einen Film aus dem Jahr 1977 zeigen“, sagt Vollmer. Allerdings habe dieser wegen der Umwandlung von einem Super-Acht-Film in einen Digitalfilm keinen Ton mehr.

Die meisten Ausstellungsstücke seien Leihgaben von den Nachkommen der ehemaligen Handwerker und Dienstleister des Ortes. Unter anderem bekommen die Besucher alte Schlachtemollen, Milchkannen und Bügeleisen zusehen. „Im Anschluss werden wir die Exponate an die Besitzer zurückgeben“, sagt Siegmann. Um an die Ausstellungsstücke zu kommen, sei es notwendig gewesen die Besitzer direkt anzusprechen. Die meisten seien aber sofort bereit gewesen etwas zur Verfügung zu stellen.

Die dritte Ausstellung von Vollmer, Siegmann und Diederich wird erstmals, an zwei Wochenenden zu sehen sein. „Die beiden vorherigen wurden so gut angenommen, dass wir uns für diesen Schritt entschieden haben“, sagt Siegmann.

Nach der Eröffnung am Freitag, 17. November, um 20 Uhr ist die Ausstellung am Wochenende, 18. und 19. November, und am Wochenende, 25. und 26. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr im Gemeindezentrum, Im Alten Dorfe 4, geöffnet.

Von Vera Wölk

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