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Autist missbraucht Zwölfjährige und legt Feuer

Übergangswohnheim Autist missbraucht Zwölfjährige und legt Feuer

Wegen sexuellen Missbrauchs einer Zwölfjährigen und gefährlicher Brandstiftung in einem Übergangswohnheim verhandelt seit Mittwoch die Jugendschutzkammer des Landgerichts gegen einen 20 Jahre alten Göttinger. Der junge Mann leidet unter einer autistischen Erkrankung und ist nach den Vorfällen im Landeskrankenhaus Moringen untergebracht. Gut möglich, dass er dort bleiben muss, wenn das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass er für die Allgemeinheit gefährlich ist.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen / Langenhagen . Der in Hannover geborene Mann hat früh seine Eltern verloren und ist mit acht Jahren erstmals auffällig geworden, als er bei seinen Pflegeeltern einen Zimmerbrand auslöste. Auch später fiel er durch Zündeleien auf. Mal versuchte er, eine Katze anzuzünden, dann spielte er  immer wieder mit Silvesterfeuerwerk.

Am 11. Februar 2011 hatte er in einem Göttinger Übergangswohnheim, in dem er auch lebte, einer Bekannten geholfen, ihr Zimmer aufzuräumen. Papier und Unrat warfen beide in einen Pappkarton. Sie rauchten dabei. Als sich der damals 18-Jährige nach eigener Darstellung mit der selbstgestopften Zigarette die Finger verbrannte, warf er die Kippe in den Karton. Die Glut will er noch zwischen den Papieren gesehen und „ausgespuckt“ haben. Dann verließen beide das Apartment und fuhren mit dem Bus in die Stadt. Auf dem Weg begegnete ihnen bereits die anrückende Feuerwehr.

War es fahrlässige Brandstiftung? Oder hat er Feuer billigend in Kauf genommen? Auch davon wird abhängen, ob er künftig im geschützten Rahmen der forensischen Psychiatrie leben kann. Eine Psychiaterin wird vom Gericht dazu und zu seiner Erkrankung gehört.
In einer zweiten Anklage geht es um einen sexuellen Missbrauch in Langenhagen. Bei Hannover hatte er wenige Tage vor dem Feuer Onkel und Tante besucht, bei denen er ein Zimmer hat.

Dort hatte er eine Zwölfjährige kennengelernt, Freundin seiner Cousine. Mit dem Kind schlich er sich nachts ins Zimmer. Dort kam es zu Geschlechtsverkehr. Dem Gericht sagt er: „Sie hat gesagt, dass das bei ihr Standard sei. Die wollte es doch.“ Am nächsten Morgen wurden er und das Mädchen gegen 4.30 Uhr am Hauptbahnhof Hannover von der Bahnpolizei aufgegriffen, wo das Mädchen den Beamten arglos vom vorangegangenen Missbrauch berichtete.

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