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Der Diesel bleibt – oder nicht?

Autoschau „Gömobil“ Der Diesel bleibt – oder nicht?

Von einer Krise der Automobilwirtschaft konnte am Sonntag am Einkaufszentrum Kauf Park keine Rede sein: Schon eine Stunde nach der Eröffnung der Auto-Schau „Gömobil 2017“ um 10 Uhr streiften mehr als 2000 Besucher um die Stände. Am Ende des Tages waren mehr als 38000 Besucher gekommen.

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Mehr als 300 Fahrzeuge hatten die Autohäuser am Sonntag ausgestellt.

Quelle: Niklas Richter

Grone.  

Mehr als 25 Autohäuser stellten auf dem Außengelände und in der Ladenstraße des „Kauf Park“ etwa 300 Fahrzeugmodelle vor, darunter die neuen Modelle der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Auf zahlreichen Bühnen wurden Showeinlagen geboten. Vertreten waren auch Partneraussteller wie die Göttinger Polizei, die Dekra, der Prüf-Sattelzug des ADAC und die Verkehrswacht Göttingen.

In vielen Gesprächen an den Ständen und zwischen den Besuchern untereinander ein Hauptthema: die Diesel-Krise – bleibt er, oder bleibt er nicht? Viele Vertreter der Autohäuser mussten hier in Gesprächen Rede und Antwort stehen. Von vielen Autohaus-Repräsentanten hörten die Interessenten die Zusicherung: „Der Diesel bleibt.“

Nicht wenige der ausgestellten Autos verfügten denn auch immer noch über Dieselantrieb. Doch unüberhörbar blieb, dass bei vielen Besuchern die Skepsis blieb. Stattdessen im Trend: die immer umfangreichere elektronische Ausrüstung der Autos. Nur Sparmodelle kommen mittlerweile noch ohne Live-Dienste wie Verkehrs- und Staumeldungen, integrierter Verbindungsmöglichkeiten zu Smartphone und Tablet oder Navigationseinrichtungen aus.

Für Skeptiker und umweltbewusste Fahrer gab es eine ganze Reihe erst kürzlich auf den Markt gekommener Elektroautos zu sehen. Neben vielen Kleinwagen stellten die Autohäuser aber auch jede Menge Dickschiffe aus. Klar wurde: Die Zeit der riesigen Geländewagen, fetter Pick-Ups und Sportwagen mit acht Zylindern und mehr als 400 PS ist offenbar noch längst nicht vorbei. Solchen Autos galt jedenfalls die Aufmerksamkeit vieler Zuschauer.

Viel Interesse der Besucher galt auch den Ausstellern, die keine Autos verkaufen wollten. So hatte die Verkehrswacht Göttingen ihren Überschlagsimulator mitgebracht – einen um die Längsachse drehbaren Kompaktwagen. Manch einem Besucher schien bloß beim reinen Zusehen schlecht zu werden. Verkehrswacht-Chef Peter Hüttenmeister freute sich denn auch über regen Zulauf. Schon anderthalb Stunden nach Eröffnung waren sämtliche Parkplätze am „Kauf Park“ belegt. Um die Verkehrsanbindung zur Automesse sicherzustellen, wurde ein kostenloser Park-and-Ride-Service eingerichtet. Die Busse fuhren bis 18.15 Uhr viertelstündlich vom Parkhaus beim Sartorius College, Willi-Eichler-Straße, über das Gewerbegebiet Grone Nord mit Stopp in der Gustav-Bielefeld-Straße zum „Kauf Park“ und zurück.

Zum vielen blitzenden Blech kam ein umfangreiches Rahmenprogramm, vorwiegend im „Kauf-Park“-Gebäude. So gab es DJ-Musik, Modenschauen und Auftritte von Valeria Frattini und Nevio Passaro. Dazu hatten die einzelnen Geschäfte des „Kauf Park“ geöffnet, was viele Besucher zum Einkauf nutzten. Am Ende des Tages seien mehr als 38 000 Besucher gekommen, schätzt „Kauf Park“-Chef Andreas Gruber. Gömobil, die größte Autoschau Südniedersachsens, wurde zum achten Mal veranstaltet.

Wegen des der „Gömobil“ findet der Flohmarkt am „Kauf Park“, üblicherweise an jedem ersten Sonntag im Monat, im Oktober außerhalb des üblichen Turnus’ statt. Er wurde verlegt auf Sonntag, 8. Oktober.

Von Matthias Heinzel

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