Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Hilfe für junge Eltern

„Babybesuchsdienste“ Hilfe für junge Eltern

Unterstützung für junge Familien: Mitarbeiterinnen der Evangelischen Familienbildungsstätte besuchen Eltern nach der Geburt ihres Kindes und informieren sie über Hilfsangebote. In Grone gibt es das Projekt „Babybesuchsdienst“ bereits. Jetzt wird es auf die Göttinger Weststadt ausgeweitet.

Voriger Artikel
Leser loben „offene Art“ von Martin Schulz
Nächster Artikel
Linke wollen Schwimmen für alle ermöglichen

Akteure des Babybesuchsdienstes mit Siegfried Lieske.

Quelle: r

Göttingen. Die Besuche beginnen, wenn die Babys etwa acht bis zehn Wochen alt sind. Dann sei das erste Einleben als Familie bewältigt worden und andere Hilfsangebote wie die von Hebammen nicht mehr präsent, erklärt Göttingens Verwaltungssprecher Detelf Johannson. Dabei stünden der persönliche Austausch und Informationen im Vordergrund. Die speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen der Evangelischen Familienbildungsstätte melden sich bei den Familien an - verbunden mit einem Gruß der Stadt Göttingen durch den Jugenddezernenten Siegfried Lieske und die Groner Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr. „Beim Babybesuchsdienst handelt es sich aber nicht um eine Kontrolle der Ausübung der elterlichen Pflichten, sondern vor allem darum, einen wertschätzenden Erstkontakt zu jungen Familien zu gestalten“, erklärt Elke Drebing, Koordinatorin des Projektes und Ausbilderin der Besucherinnen für Stadt und Landkreis Göttingen. Denn auch im Landkreis wird der Babybesuchsdienst angeboten.

Die Mitarbeiterinnen stehen aber nicht einfach eines Tages vor der Tür der jungen Eltern. Die Besuche werden stattdessen angekündigt. „Die Familien werden anhand einer Meldeauskunft des Einwohnermeldeamtes in den entsprechenden Stadtteilen bei Geburt eines Neugeborenen angeschrieben“, erklärt Johannson. „Bevor sich die Türen für uns öffnen, wissen wir lediglich Namen und Anschrift der Kinder“, sagt Meike König, Koordinatorin der Besuche in der Weststadt. „In den Gesprächen stellen wir uns dann auf die Fragen der Eltern ein“, ergänzt Besucherin Lena El Fakhouri. Daher bringen die Mitarbeiterinnen der Evangelischen Familienbildungsstätte den Eltern nicht nur eine Informationstasche und ein kleines Geschenk mit. Sie haben auch alle relevanten Informationen rund um das Thema junge Familie in mehreren Sprachen dabei. Bei Bedarf kann auch ein zweiter Besuch erfolgen.

„Uns ist es wichtig, mit unseren Materialien die Eltern ausreichend, aber nicht überfrachtet zu informieren, daher sind die Informationen über Angebote den jeweiligen Stadtteilen angepasst“, erläutert Drebing. Hilfreich sei dafür die gute und langjährige Zusammenarbeit der Evangelischen Familienbildungsstätte mit allen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe im Stadtgebiet.

Die Besucherinnen schauen sich die Materialien mit den Eltern an und erläutern diese. Das Gespräch über Informationen und Tipps rund um die neue Situation mit dem Baby stehe im Mittelpunkt, erklärt Johannson. Wenn Eltern eventuell mehr Unterstützungsbedarf hätten, könnten ihnen direkt weitere Hilfsangebote vermittelt werden.

„Bislang konnte eine gute Akzeptanz der Besuche festgestellt und die Erfahrung gemacht werden, dass eine persönliche Einladung und das individuelle Gespräch wesentliche Faktoren für eine frühe Erreichbarkeit junger Familien sind“, sagt Karin Wendelborn, Leiterin der Evangelischen Familien-Bildungsstätte. „Eine Quote von etwa 75 Prozent erreichter Eltern unterstreicht diese Einschätzung“, das habe eine Evaluierung des Projektes ergeben.

„Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben die Familien die Besucherinnen mit offenen Armen empfangen und sich für die Informationen sowie die Kontakt-, Beratungs- und Unterstützungsangebote nicht nur bedankt, sondern diese auch angenommen“, sagt die Netzwerkkoordinatorin Früher Hilfen der Stadt Göttingen, Jutta Teepe. „Deshalb ist es etwas schade, dass wir den Babybesuchsdienst aus finanziellen Gründen noch nicht allen jungen Familien im Stadtgebiet anbieten können, sondern wir uns räumlich auf Grone und die Weststadt begrenzen müssen“, erklärt Jugenddezernent Lieske.

Weitere Informationen gibt es bei der Evangelischen Familienbildungsstätte, Düstere Straße 19 in Göttingen, unter Telefon 0551/ 4886980 oder per E-Mail an fabi-goe@t-online.de. Auch Jutta Teepe als Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen steht unter Telefon 0551/4002518 und per E-Mail an j.teepe@goettingen.de für Fragen zur Verfügung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt