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Bäume im Leine-Bett

Schilda oder schön? Bäume im Leine-Bett

Für manche ist es ein Fall aus Schilda, andere finden es schön: Die Stadt Göttingen lässt im Bereich der Lokhalle das Leinebett umgestalten. Um die Stadt vor Hochwasser zu schützen, soll der Fluss mehr Platz bekommen. Im ausgebaggerten Flussbett wurden in dieser Woche aber auch Bäume gepflanzt – eine Stau-Falle und ein Widerspruch zum Hochwasserschutz, wundern sich manche.

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Naturnah: Ulmen, Erlen und andere Bäume direkt an der Leine, die sich auf Höhe der Lokhalle durch ihr Bett schlängelt.

Quelle: Vetter

Im Prinzip haben sie Recht, sagt Gudrun Friedrich-Braun, Leiterin des städtisches Fachbereiches Stadtgrün und Umwelt. Tatsächlich könnten die Bäume das Abflussprofil des Wassers verkleinern und auch Treibgut so blockieren, dass sich Wasser staut. Das werde aber bewusst in Kauf genommen – „weil es einfach schöner aussieht und die Leine als Natur- und Naherholungsbereich aufwertet“. Trotzdem spiele die Stadt nicht mit der Hochwassergefahr. Damit künftig bei viel Regen genug Wasser abfließen kann, sei die Leine ein wenig mehr ausgebaggert und der Deich erhöht worden. Auch die Unterhaltung sei aufwendiger, weil bei Bedarf Treibgut geräumt und tief hängende Äste der Bäume abgeschnitten werden müssen. „Ein Kompromiss zwischen Hochwasserexperten und Naturliebhabern“, so Friedrich-Braun.

Dahinter steht ein Mehrjahresprogramm: Seit 2001 hat Göttingen 3,9 Millionen Euro investiert, um die Leineanlieger vor Hochwasser zu schützen, mit Landeszuschüssen in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Seit Oktober wird der Abschnitt zwischen Godehardstraße und Otto-Frey-Brücke neu gestaltet, für  470 000 Euro. Der Überlauf wurde ausgebaggert, der östliche Deich erhöht. Es wurden Röhrichtflächen und Kiesbänke angelegt – für die Fische und bessere Zugänge zum Wasser. Und es wurden 37 Bäumchen gepflanzt – unter anderem Erlen, Sommereichen und Ulmen. Die würden übrigens besonders verankert, damit sie nicht wegspülen, so Friedrich-Braun.

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