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Bäume in Lila und mit Weihnachtsgurken?

Wochenende-Kolumne Bäume in Lila und mit Weihnachtsgurken?

Wer hätte das gedacht. In einer Umfrage kam heraus: Gerade junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren wünschen sich einen Weihnachtsbaum. Ganz traditionell bitte. In Pressetexten wird das dann noch ausgeschmückt: „In wirtschaftlichen Talfahrten besinnen sich die Deutschen zudem auf traditionelle Sitten und Gebräuche. Auch Weihnachten 2009 wird keine Ausnahme sein: Neben den altbewährten Weihnachtsfarben Rot, Silber und Cremeweiß sowie naturnahen Accessoires und Dekoelementen wird die wieder entdeckte Tradition der Weihnachtsgurke das Fest bereichern.“

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Ilse Stein

Weihnachtsgurke? Kleine Spontan-Umfrage in der Redaktion. So viele erstaunte Gesichter habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Allgemeiner Tenor: Nie gehört, ist wohl ein Thema aus der berühmten Saure-Gurken-Zeit. Vergessen Sie es – oder erzählen Sie uns bitte, welche Kindheitserinnerungen Sie mit Weihnachtsgurken verbinden. Würde uns interessieren.
Schon schickt mir ein Kollege, den ich befragt hatte, seine Recherche im Wikipedia: „Weihnachtsgurken erfreuen sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Man behauptet, es handele sich um eine alte deutsche Weihnachtstradition. In Deutschland jedoch ist der Brauch nahezu unbekannt.“ Stimmt.
Weiter geht es im Werbetext-Jargon: „Lila – auch zu Weihnachten eine Trendfarbe. In diesem Jahr werden die klassischen Farben Rot, Silber und Cremeweiß mit Lila und Pflaume kombiniert, die uns bereits durch das gesamte Jahr 2009 hindurch begleiten. Ein üppiger bunter Weihnachtsbaum, wie er im letzten Jahr bevorzugt in deutschen Wohnzimmern zu finden war, ist in diesem Jahr nicht mehr gefragt.“ Beim Lesen hatte ich wohl drei Fragezeichen im Auge. Da bin ich wirklich mal gespannt: Lila Weihnachtsdeko kombiniert mit grünen Weihnachtsgurken…
Vielleicht rufen wir doch lieber wieder unsere Leser auf, ihren schönsten Weihnachtsbaum zu fotografieren und uns das Bild zu mailen (redaktion@goettinger-tageblatt.de). Die Ausbeute des vergangenen Jahres war ja schon sehr nett bis originell. Wir sind gespannt, wie es in den Weihnachtswohnzimmern der Region nun wirklich aussieht – dekomäßig und farblich gesehen.
Wer immer noch nicht genug vom Glüh-Bratwurst-Waffel-Markt hat: Der Weihnachtsmarkt rund um das historische alte Rathaus zu Göttingen ist am Sonntag nach Weihnachten noch (besser: wieder) geöffnet. Oder man fährt nach Uslar, wo sich die Händler einen offenen Einkaufssonntag gesichert haben. Besucher wird es genügend geben. Schließlich sind ansonsten die Geschäfte allüberall ganze dreieinhalb Tage geschlossen, da hat der ein oder andere Entzugserscheinungen.
Heute, an Heiligabend, aber geht es erst mal wieder – Tradition verpflichtet – in die Stadthalle, um gemeinsam mit einigen 100 Göttingern zu feiern: Die Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ macht es möglich. Wie in jedem Jahr mit der gelesenen Weihnachtsgeschichte, besinnlichen Liedern, einem Zauberer und Live-Musik. Mit Kuchen und Würstchen mit Kartoffelsalat. Mit vielen, vielen ehrenamtlichen Helfern, Busfahrern, die hinterher die Besucher kostenlos nach Hause fahren. Kurzum: Wie in jedem Jahr, wie immer mit einer bunt gemischten Besucherschar – und immer wieder nett.

Ilse Stein

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