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Bahnverkehr in der Region lahmgelegt

Zeitgeschichtlicher Wimpernschlag Bahnverkehr in der Region lahmgelegt

Der bundesweite Streik der Lokomotivführer hat am Donnerstagmorgen, 10. März, auch den Bahnverkehr in der Region lahmgelegt. Bis etwa 11 Uhr fuhr praktisch kein Zug ohne Verspätung oder er fiel ganz aus.

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Bahnstreik: Stillstand auf dem Göttinger Bahnhof.

Quelle: Pförtner

Sehr stark betroffen waren die Verbindungen des privaten Betreibers Metronom zwischen Göttingen und Hamburg. Ein Sprecher der Lokführergewerkschaft GDL sprach von einer „Ausfallquote von 100 Prozent“. Auch Cantus-Züge nach Kassel fielen aus. Viele Fahrgäste waren offenbar vorgewarnt und kamen erst gar nicht zum Bahnhof. Zeitweise blieben die Bahnsteige leer.

Der Streik hatte Mittwochabend im Güterverkehr begonnen und war am Donnerstagmorgen um 4 Uhr auf den Personenverkehr ausgeweitet worden. Am Nachmittag fuhren fast alle Züge wieder planmäßig. Die Metronom-Führung hält den Streik für illegal, weil die GDL bisher keine Forderungen an das Unternehmen gerichtet habe.

Viele Fahrgäste nahmen die erheblichen Beeinträchtigungen gelassen. „30 Minuten Verspätung, das ist doch so gut wie gar nichts“, meinte Göttingens Stadtarchivar Ernst Böhme, der auf dem Weg zu einer Museumstagung in Bremen war: „Zeitgeschichtlich nur ein Wimpernschlag.“

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