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Bald tickt am Alten Rathaus eine neue Uhr

Mit Funksteuerung Bald tickt am Alten Rathaus eine neue Uhr

Die exakte Zeit zeigte sie schon seit längerem nicht mehr an, seit 14 Tagen aber ist sie ganz verschwunden: Die Uhr am Alten Rathaus wurde abmontiert. Das 35 Jahre alte Original wird auch nicht mehr zurückkehren. In der Werkstatt des Göttinger Juweliers Wolfgang Lüttge ist ein mit modernster Technik ausgestatteter Nachbau des Zeitmessers bereits im Probelauf und wartet darauf, künftig das Loch im Rathausturm auszufüllen.

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Überwacht den Probelauf der neuen Rathausuhr: Uhrmachermeister Wolfgang Lüttge.

Quelle: Hinzmann

Das Zifferblatt der Rathausuhr – Kunststoff auf Glas – war zunehmend vergilbt, die Ziffern lösten sich vom Untergrund. Der Lack war ab, und das nicht nur äußerlich: Auch die elektrische Steuerung vom Neuen Rathaus aus versagte immer häufiger. Rund 4000 Euro kalkulierte die Stadtverwaltung ein, um die Zeit verlässlich auf den Markt zurückzubringen. Kompliziert werde nicht nur die Demontage mit einem Hubwagen, sondern auch die Beschaffung von Ersatzteilen für die veraltete Technik, hieß es aus dem Neuen Rathaus. Den Auftrag dafür erhielt dann schließlich statt eines auswärtigen Uhrmachermeisters der Göttinger Experte.

Lüttge verzichtete auf den Hubwageneinsatz und baute die Uhr von innen aus. Getreu dem alten Vorbild wurde ein neues Zifferblatt aus Plexiglas angefertigt, „das alte aus Glas neu zu bearbeiten, hätte rund 900 Euro mehr gekostet“, erklärt der Uhrmachermeister auf Anfrage, warum er das Replikat anfertigen ließ. Ersatzteile für die alte Technik gab es nicht mehr. Eingebaut wurde eine Funksteuerung, die minütlich ein Signal von der Atomuhr in Braunschweig erhält, „künftig muss die Uhr nach Stromausfällen nicht mehr von Hand neu gestellt werden“, sagt Lüttge. Zurzeit werde die neue Rathausuhr aber noch getestet, „wir wollen auch noch die Zeitumstellung heute Nacht abwarten.“ Auch das leiste die neue Uhr künftig automatisch.

Eingebaut werden soll die Rathausuhr bis Ende der kommenden oder Anfang der übernächsten Woche. Die von der Stadt befürchteten 4000 Euro wird Lüttge nach eigenem Bekunden nicht erreichen. Die exakte Summe nannte er zwar nicht, „aber wir werden beachtlich darunter bleiben“.

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