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Ballerinas tanzen Skulptur am Nabel nach

Körperkunst überrascht Passanten Ballerinas tanzen Skulptur am Nabel nach

Mit einer spontanen Choregraphie haben Ballerinas einer Göttinger Tanzschule am sogenannten Nabel auf sich aufmerksam gemacht. Vor den Augen von überraschten Passanten stellten sie die sonst am Nabel stehende Skulptur "Der Tanz" nach. Der echte Tanz steht derzeit auf dem Göttinger Bauhof. Seitdem macht der Nabel von sich reden.

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Tanz am „Tanz“: Louise von Wallmoden, Lidia Naidin, Anna Tirilomis (auf der Leiter), Pia Linkersdörfer, Laura Alberti, Alexandra Brune (auf Stühlen).

Quelle: Heller

Göttingen. Drei tanzende Gestalten stehen normalerweise auf einem Sockel mitten in der Göttinger Fußgängerzone. Am sogenannten Nabel wurde „Der Tanz“ von Künstler Bernd Altenstein 1982 errichtet. Seit Mai campiert die Skulptur auf dem Bauhof der Stadt und wird voraussichtlich erst im November 2013 wieder aufgestellt.

Auch ohne die Bronze-Plastik wurden die Passanten an der Kreuzung Weender Straße und Theaterstraße gestoppt. Vor ihnen: eine Leiter, umringt von vier Stühlen, in vier Himmelsrichtungen positioniert. Pünktlich um halb drei traten sechs schwarz gekleidete junge Frauen wortlos aus der Menschenmenge. Was folgte, war eine Tanzperformance in Zeitlupe. Sechs Tänzerinnen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren posierten mit großem körperlichen Einsatz wechselnd an der Leiter oder verharrten in Posen auf den Stühlen davor, mit Buch, Apfel, Spiegel oder Handy als Requisiten.

Tanz am „Tanz“: Tanzperformance in Zeitlupe. Sechs Tänzerinnen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren posierten mit großem körperlichen Einsatz wechselnd an der Leiter oder verharrten in Posen auf den Stühlen davor, mit Buch, Apfel, Spiegel oder Handy als Requisiten. © Heller

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„Die Idee kam mir im Zug nach Hannover, als ich einen Artikel über den Nabel und die Diskussion darum im Tageblatt las“, erklärte Initiatorin und Inhaberin der Göttinger Tanzschule „Art la Danse“ Judith Kara. „Der ,Tanz‘ könnte doch auch mal richtig getanzt, also irgendwie lebendig werden“, so die Tanzpädagogin. „Meine Schülerinnen fanden die Idee gut, wir haben richtig schnell etwas improvisiert.

Die Choreografie haben sich die Mädchen selbst ausgedacht“. Die Reaktionen der Vorbeigehenden waren ebenso gemischt wie das Echo auf den vorübergehenden Abbau des Nabels. Vom Szenenapplaus einiger neugierig Filmenden bis zum genervten Passanten war alles vertreten, die meisten waren begeistert. Nach zehn Minuten war der Tanz vorbei und die Mädchen verschwanden so leise, wie sie gekommen waren.

Von Nina Winter

Erste Ampel Göttingens, rosa Plastik-Baumkuchen und der Bronze-Tanz: Eine wechselfhafte Geschichte hat der Nabel in Göttingen hinter sich.

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