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Baptistenkirche: Verein kritisiert Verwaltung beim Verkauf

Stadt und Planung Baptistenkirche: Verein kritisiert Verwaltung beim Verkauf

Als „seltsam“ hat der Verein Stadt und Planung das Vorgehen der Verwaltung beim Verkauf der ehemaligen Baptistenkirche und Voigtschule an der Göttinger Bürgerstraße bezeichnet. Für die Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag (16.15 Uhr, Raum 118, Neues Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4) hat der Verein einen elf Punkte umfassenden Fragenkatalog vorgelegt.

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Die ehemalige Baptistenkirche: Der Verein der Filmkunstfreunde hat bisher 2000 Unterschriften für ein Kino gesammelt.

Quelle: Vetter

Göttingen. Uwe Scheibler, Vorsitzender des Vereins, argumentiert unter anderem, dass der derzeitige Bebauungsplan seit 38 Jahren im Widerspruch zum übergeordneten Flächennutzungsplan von 1975 stehe. „Wie kommt es, dass in den vergangenen 40 Jahren keine Gelegenheit ergriffen wurde, diesen Widerspruch in der Bauleitplanung aufzuheben?“

Unter der Annahme, dass der Käufer einer Liegenschaft „für ein reelles Angebot mit feststehenden Bedingungen rechnen können“ müsse, fragt der Verein weiter: „Weshalb wird eine ungewisse Änderung des Bebauungsplans in Aussicht gestellt und weshalb wird verschwiegen, dass dafür zuerst  auch noch eine Änderung des Flächennutzungsplanes notwendig ist?“

Rund 2000 Unterschriften für ein Kino

Die Verwaltungsvorlage impliziere darüber hinaus „eine Änderung der planungs- und baurechtlichen Bedingungen, die den Zielsetzungen des Bebauungsplanes, des Flächennutzungsplanes, des städtebaulichen Leitbilds und des Innenstadt-Leitbilds widersprechen“, erläutert Scheibler.

Er fragt: „Gibt es eine den Rat der Stadt faktisch bindende Vorabsprache mit einem Käufer oder müssen sich die Käufer des Risikos bewusst sein, dass eine Änderung der Bauleitplanung auch gegen ihre Interessen erfolgen könnte?“

Grundsätzlich stellt der Verein Stadt und Planung weiterhin die Frage, warum das Liegenschaftenmanagement nun ein Exposé vorlege, „das nur die Doppelpack-Variante enthält und damit eine primär nicht-kommerzielle Nutzung faktisch ausschließt“.

Inzwischen hat der Verein Filmkunstfreunde Göttingen, der mit Hilfe eines privaten Investors in der Kirche ein Programmkino eröffnen will und dafür die Kirche einzeln kaufen will, rund 2000 Unterschriften für ein Kino gesammelt.

Parallel dazu gibt es auch eine Online-Petition ( gturl.de/petition-kino). Hier haben sich innerhalb von vier Tagen rund 1200 Unterzeichner für das Kino ausgesprochen.

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Appell

Der Verein Filmkunstfreunde hat die Unterlagen für den Verkauf der ehemaligen Baptistenkirche und der ehemaligen Voigtschule kritisiert. Vor allem das dargelegte Planungsrecht für die Grundstücke entlang der Bürgerstraße 13 und 15 stößt auf Unverständnis.

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