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Barteroder Feinkost von Fleisch-Skandal betroffen

Tests auf Pferde-DNA Barteroder Feinkost von Fleisch-Skandal betroffen

Auch in der Region ist ein Betrieb von dem jüngsten Fleischskandal betroffen: Die Barteroder Feinkost GmbH hat im Jahr 2011 zwei Lieferungen von Fleisch unklarer Herkunft bezogen, bestätigte Inhaber Thomas Loibl. Die Produkte dürften allerdings längst verzehrt sein.

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Pferd oder nicht Pferd: Auch bei der Barteroder Feinkost landete Holland-Fleisch unklarer Herkunft.

Quelle: Hinzmann

Göttingen / Barterode. Das Unternehmen stellt neben seiner indonesischen Bihunsuppe seit einigen Jahren auch Fertiggerichte her. Ein niederländischer Fleischgroßhändler hatte seit 2011 das möglicherweise mit Pferd vermischte Rindfleisch in den Verkehr gebracht (siehe Info „50 000 Tonnen verdächtiges Fleisch“).

Auch die Barteroder Feinkost verarbeitete das dubiose Produkt. Das damals gelieferte Fleisch, erklärt Inhaber Loibl, sei allerdings nicht für ein Produkt unter dem Markennamen Barteoder Feinkost, sondern für eine fremde Marke hergestellt worden.

Jetzt hat Inhaber Loibl veranlasst, dass sowohl die aktuellen als auch in früheren Zeiten hergestellte Produkte DNA-technisch analysiert werden: Die Feinkost GmbH habe auch aus weiter zurückliegenden Jahren Rückstellmuster gelagert.

Loibl geht nicht davon aus, dass sich in den aktuellen Produkten Beimischungen von Pferdefleisch finden. Sollte dies überraschenderweise doch der Fall sein, würden die betroffenen Waren sofort vom Markt genommen. Für einen Hersteller von Qualitätswaren seien Betrügereien mit Lebensmitteln wie jetzt „absolut ärgerlich“, meint Loibl.

Noch in Privathaushalten vorhanden?

Auch mit Blick auf höhere Qualität und bessere Kontrollmöglichkeiten habe sein Unternehmen im Herbst vergangenen Jahres die Produktion auf Frischware umgestellt.

Völlig ausgeschlossen sei es nicht, dass Barteroder Produkte mit Holland-Fleisch noch in Privathaushalten vorhanden sind, sagt Loibl. Das Mindesthaltbarkeitsdatum der Dosen betrage etwa vier Jahre nach der Herstellung. Aus dem Handel dürften die betroffenen Fertiggerichte allerdings längst verschwunden sein.

Der Landkreis Göttingen hatte den Rückruf von verdächtigen Waren angeordnet, nachdem die Kreisverwaltung vom niedersächsischen Landwirtschafts- und Verbraucherministerium über die Lieferung nach Barterode informiert worden war, erklärte Verwaltungssprecherin Alexandra Liebrecht.

Sowohl der Landkreis als auch das Verbraucherministerium wollten keinerlei weiteren Angaben zu den Überprüfungen machen.

50 000 Tonnen verdächtiges Fleisch

Der Verdacht: Schon seit mehr als zwei Jahren soll der niederländische Fleischgroßhändler Willy Selten Pferdefleisch falsch etikettiert und verkauft haben. Der niederländischen Lebensmittel-Kontrollbehörde zufolge geht es um 50 000 Tonnen Fleisch, die in 16 europäische Länder geliefert wurden.

Das bedeute aber nicht, dass die gesamte Menge mit Pferdefleisch vermischt wurde: Selten habe seit 2011 die Herkunft seiner Ware nicht nachweisen können. Das meiste davon dürfte schon verzehrt sein. In Deutschland hat der Holländer 124 Betriebe mit Fleisch beliefert. Europaweit sollen es 500 Betriebe sein.

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