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Landvolktag des Kreisbauernverbandes Göttingen in Landolfshausen

Lebensmittel für die Reichen Landvolktag des Kreisbauernverbandes Göttingen in Landolfshausen

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, warnt davor, den Kompromiss über die Aufteilung von Direktzahlungen und Ausgaben zur Entwicklung des ländlichen Raumes wieder „aufzuschnüren“.

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Landvolktag in Landolfshausen: Vor voll besetzten Rängen fordert der deutsche Bauernpräsident Joachim Rukwied Entwicklungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft.

Quelle: Hinzmann

Landolfshausen. „Ich bin empört, entsetzt und verärgert“, sagte Rukwied am Donnerstag beim Landvolktag des Kreisbauernverbandes Göttingen in Landolfshausen.

Direktzahlungen an Landwirte in Deutschland würden sich in der neuen EU-Förderperiode ohnehin verringern, so Rukwied. Der Staatssekretär im Umweltministerium, Jochen Flasbarth, und „eine Phalanx grüner Agrarminister“ versuche nun, den Kompromiss vom 4. November rückgängig zu machen.

Umweltauflagen für jeden Landwirt teilweise akzeptabel

J. Rukwied

J. Rukwied

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Die Landwirtschaft brauche aber Verlässlichkeit. Er appelliere an die SPD, das nicht zuzulassen. Bei seinem Treffen mit dem neuen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Nachmittag werde er das deutlich ansprechen, kündigte der Bauernpräsident an.

Für Rukwied sind neue Umweltauflagen für jeden Landwirt – das sogenannte Greening – teilweise akzeptabel. Die Landwirte seien bereit, die Produktionsweise weiter zu verbessern. Bei Vorgaben für Zwischenfruchtanbau zur Fruchtfolgeauflockerung sei er dabei, so Rukwied.

Pflanzenschutz müsse aber sein, „sonst verlieren wir 40 bis 50 Prozent der Ernte“. Auflagen, die wieder zu einer Flächenstilllegung „durch die Hintertür“ führen, lehnte der Präsident kategorisch ab. Er sei aber nicht hoffnungsfroh, Gehör in Brüssel zu finden. Man habe den Eindruck, Agrarkommissar Dacian Cioloș trage in beiden Ohren Stöpsel.

Landvolktag des Kreisbauernverbandes Göttingen in Landolfshausen © Hinzmann

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Rukwied forderte von der Politik, den Betrieben Entwicklungsperspektiven zu sichern.Angesichts der anhaltenden Tendenz zu offenen Märkten, „dürfen wir uns nicht selbst beschränken“. Deutschland als „sattes, arrogantes Land“ bestimme, dass es nicht vorwärts gehen, sondern weniger landwirtschaftliche Produktion geben solle, kritisierte Rukwied.

„Wir machen Lebensmittel für die Reichen.“ Deutschland diskutiere auf einem anderen Spielfeld als fast alle anderen Länder der Welt. Der Bauernverband müsse sich die nächsten Jahre auf Auseinandersetzungen über die Ausgestaltung der Landwirtschaft einstellen, glaubt Rukwied. „Die Landwirtschaft ist an die Stelle der Kernkraft getreten.“

Der Kreislandvolkvorsitzende Hubert Kellner beklagte den anhaltenden Verlust landwirtschaftlicher Flächen. „Wann endlich kapiert man, wo nichts ist, kann auch nichts wachsen.“ Bauernfamilien seien aus seiner Sicht immer noch Hoffnungsträger und Zukunftsmodell.

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