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Bebauung im Bereich Nonnenstieg: Bürgerinformation geplant

Neustart Bebauung im Bereich Nonnenstieg: Bürgerinformation geplant

Neustart für die Bebauung des Geländes des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg: Mehrheitlich haben die Mitglieder des Göttinger Bauausschusses den neuen Rahmenbedingungen zugestimmt.

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Das ehemalige Institut für den wissenschaftlichen Film: Auf dem Gelände soll ein Neubaugebiet entstehen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttigen. Rund 80 Besucher waren zu der Sitzung in den Ratssaal gekommen, darunter auch viele Bürger aus Quartier am Nonnenstieg. Die hatten im Vorfeld gegen die geplante Bebauung protestiert (Tageblatt berichtete). Am 24. Juni soll es zu dem Thema eine Bürgerveranstaltung im Theodor-Heuss-Gymnasium geben.

„Bei diesem Entwurf sind die Positionen der Bürgerschaft berücksichtigt worden und auch unsere Vorstellungen zur Quartiersentwicklung auf dem IWF-Gelände zur Geltung gekommen“,  so Frank-Peter Arndt (SPD). Er nannte den Entwurf einen „Vorschlag, mit dem man leben kann“.

Gegen den Beschluss stimmte Gerd Nier (Linke): Er ist der Meinung, dass „etliche Anregungen der Bürger nur ungenügend berücksichtigt worden seien – beispielsweise die künftige Geschossflächenzahl und die geschützten Bäume“.  Nier beantrage eine Vertagung, die wurde abgelehnt. Auch die CDU/FDP-Gruppe stimmte zu.

Erhaltung der Bäume

Hans Otto Arnold (CDU)regte allerdings an, den Stellplatzschlüssel für das Neubaugebiet zu erhöhen.  Ulrich Holeflesich plädierte dafür, alle und nicht nur einige Bäume im Neubaugebiet zu erhalten.

Arndt meinte, dass die Kleingärten und der Habichtsweg als grüne Lunge erhalten bleiben sollten, ebenso der Baumbestand. Auch die Forderung nach Geschosswohnungsbau mit vier Ebenen plus Dachgeschoss werde umgesetzt. Arndt: „Eine kleinteilige Einzelhausbebauung lehnen wir weiterhin ab.“

Die Nonnenstieg-Bürgerinitiative plädiert ebenfalls für die Erhaltung der Bäume: „Wir stimmen dem zu und hoffen, dass eine Bebauung ausschließlich auf den Flächen erlaubt wird, auf denen keine hohen Bäume stehen“, so Elizabeth Gregorius. Und weiter: „ Uns ist klar, dass es sich bei den neuen Häusern um Geschosswohnungsbau handeln wird.

„Neustart der Planungen suggeriert"

Wir glauben aber nicht, dass Testentwürfe, die Häuser in den Grünflächen außerhalb dieser Baufelder vorschlagen, in der Bürgerversammlung auf Zustimmung stoßen werden“.

Die Initiative  „Pro Nonnenstieg“ kritisiert die Planungen hingegen. „Der Öffentlichkeit wurde ein Neustart der Planungen suggeriert. Die Rahmenbedingungen gleichen aber stark den Vorgaben des ArchitektenWettbewerbs vom März 2012“, so Burkhard von Samson.

„Die Kriterien lassen dem Investor einen großen Spielraum in Fragen des Umweltschutzes“, sagt er.  Und weiter: „Es scheint, als hätte man viel Zeit und Mühe darauf verwandt, alten Wein in neue Schläuche zu füllen.“

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