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Beim Jäger geht der Trend zum Dackel

Zuchtschau des Teckelclubs Beim Jäger geht der Trend zum Dackel

„Rauhaarhündin, dunkelsaufarben, dunkles Auge, guter Bodenstand.“ Was der Wertungsrichter vor fachkundigem Publikum zu Protokoll gibt, reicht mindestens für ein „sehr gut“, wenn nicht gar für ein „vorzüglich“. Dabei stellen sich hier die Schönsten ihrer Rasse zur Zuchtschau.

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Rauhaar-Kaninchen-Teckel, saufarben: Bella und Biene vor ihrem großen Auftritt bei der Zuchtschau in Herberhausen.

Quelle: Heller

Herberhausen. Dackel aller Größen (normal, Kaninchen und Zwerg), aller Farbschläge (von sau-, laub- bis rotbraun) und Haarformen (Rauhaar, Glatthaar oder Langhaar). Sie alle – genauer: ihre Herrchen und Frauchen – wollen eine gute Bewertung. Die meisten nur wegen der Schönheit, ein Drittel etwa aber auch, damit sie für die Zucht zugelassen werden können und künftige Welpen-Besitzer auf einen ansehnlichen Stammbaum verweisen können.

Zucht-Hochburg

So viele Dackel wie jetzt im Bürgerhaus in Herberhausen waren lange nicht. Einst war der Dackel (Langhaar in rot) der Modehund. In den späten 70er-Jahren zählte der Deutsche Teckelklub bis zu 24 000 Mitglieder, erklärt Günter Fricke, der Gebrauchsobmann und stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe Göttingen. Heute sind es 7800 Mitglieder. Göttingen ist mit 95 Teckelfreunden immerhin eine der ältesten und größten Gruppen. Im März 1947 war sie von Lehrer Heinrich von Werder aus Klein Lengden mit 20 Teckelhaltern gegründet worden. Als Zucht-Hochburg aber hat sich Südniedersachsen noch nie hervorgetan. Meist Hobbyzuchten mit zwei, drei Hunden sind es, die hier die Rasse pflegen.

Ruf des Unzähmbaren

Dabei kann man nicht sagen, dass der Dackel aus der Mode sei. Im Gegenteil: Bei Jägern ist er wieder im Kommen. Statt großer, anspruchsvoller Jagdhunde halten sich viele Waidleute den genügsamen, immer freundlichen Dackel. Stöbern und Schweißarbeit kann der auch, arbeitet zudem im Fuchsbau und, so Fricke, „er kann sogar gehorchen“. Dass er dennoch den Ruf des Unzähmbaren hat, mag daran liegen, dass manche Halter ihm alles verzeihen. „Der Dackel ist ein Schauspieler von Hund,“ sagt Fricke, „dem kann man nicht böse sein“. Er sollte aber möglichst die Gebrauchshundeprüfung absolvieren. Einen Hundeführerschein, erinnert Fricke, brauche, wer sich einen Hund neu anschafft, ab 1. Juli in Niedersachsen sowieso.

„Nicht das ideale Haar“

Hier in Herberhausen freilich geht es erst einmal nur um die Schönheit, um Werturteile wie „Hinterhand etwas steil“ oder „hat nicht das ideale Haar“. Nur wer hier ohne Tadel davon kommt, darf nach weiterem Wesenstest, nach einem Bluttest zur Abstammungsüberprüfung und einem Augentest für die Zucht zugelassen werden. Vor den gestrengen Augen der Wertungsrichter hilft kein noch so treuherziger Dackelblick.

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