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Solidarische Landwirtschaft für 300 Haushalte

Gegen Monokultur und Abhängigkeit von Märkten Solidarische Landwirtschaft für 300 Haushalte

Zwei Gärtnereien in Südniedersachsen produzieren seit fünf Jahren als solidarische Landwirtschaft regionales und ökologisches Gemüse. Bei diesem Projekt schließen sich mehrere Haushalte als Geldgeber und Nutzer zusammen. Jetzt suchen sie neue Mitglieder und Unterstützer.

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Sophie Hinze vom Verein „Dorfgarten“ in Hebenshausen im Vorratslager auch für die solidarische Landwirtschaft.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Das Prinzip ist einfach: Die Haushalte decken alle anfallenden Kosten und teilen sich im Sommer und Herbst die Ernte – allerdings auch das wirtschaftliche Risiko. Die beiden zentralen Höfe bauen nach Angaben der Initiatoren auf mehr als vier Hektar in der Umgebung Göttingens etwa 40 verschiedene Gemüsekulturen in mehr als 100 Sorten an. Davon profitieren könnten im Laufe des Jahres etwa 300 Haushalte. Ab April könnten sie wöchentlich die frische Ernte an verschiedenen Abholstellen übernehmen. Dafür müssten sie einen monatlichen Beitrag zahlen - „und ermöglichen den Gärtnereien eine Unabhängigkeit vom Markt“.

An erster Stelle wollen die Initiatoren mit der „gemeinsam getragenen Landwirtschaft den sonstigen Monokulturen und Abhängigkeiten von Großhandel und Supermärkten etwas entgegen setzen“. Das Projekt sichere den Betrieben Planungssicherheit und den beteiligten Haushalten frisches, lokales, saisonales und ökologisches Gemüse. Zugleich bleibe damit eine bewährte kleinbäuerliche Landwirtschaft erhalten.

Und alle wissen, „wo, wie und unter welchen Bedingungen unser Gemüse angebaut wird“, ergänzt Kerstin Krämer vom Gärtnerhof Landolfshausen. Landwirtschaftlich getragen wird das Projekt außer vom Gärtnerhof und vom „Gemüse-Kollektiv Dorfgarten“ in Hebenshausen. Letztgenanntes wurde vor fünf Jahren von Witzenhausener Studenten gegründet und wird seitdem im Kollektiv geführt. In beiden Betrieben gibt es laut Krämer zu Beginn des Jahres Bieterrunden, in denen alle Mitglieder selbst entscheiden, wie viel sie monatlich bezahlen wollen. Dazu werde verdeckt geboten.

Über die solidarische Landwirtschaft informiert die Initiative am Dienstag, 17. Januar, ab 18 Uhr in Saal 008 im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen, Platz der Göttinger 8. Am Sonnabend, 28. Januar, folgt eine Startveranstaltung mit Vollversammlung, Vorstellung des Gärtnerhofes Landolfshausen und Bieterrunde. Beginn ist um 14.30 Uhr im Restaurant von Arbeit und Leben in der Lange-Geismar-Straße 72 in Göttingen. Weitere Informationen gibt es im Internet auf solawi-goettingen.de.

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