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Bis zu 2500 Nutzer im Göttinger Freifunk

WLAN für jeden Bis zu 2500 Nutzer im Göttinger Freifunk

Das Göttinger Freifunknetz ist auch 2016 weiter gewachsen. Derzeit ermöglicht das Netz Nutzern über rund 750 Geräte einen freien und kostenlosen Zugang zum Internet. Die Göttinger Freifunk-Initiative will auch in diesem Jahr das Netz weiter ausbauen.

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Freifunk wird im Raum Göttingen immer mehr genutzt.

Quelle: Katrin Kutter

Göttingen. Das Wachstum 2016 sei längst nicht mehr so groß gewesen wie 2015, räumt Frank Richardt von der Freifunk-Initiative Göttingen ein. Ein Schwerpunkt der Arbeit habe darauf gelegen, das Netz zu optimieren und stabil zu halten, ein weiterer auf der Versorgung von Göttinger Flüchtlingsunterkünften mit Freifunk. "Wir suchen weiterhin Nachbarn von Flüchtlingsunterkünften, die bereit, sind Router bei sich zu installieren", sagt Richardt.

Im Oktober, so Richardt, habe die Initiative begonnen, den Aufbau eines möglichst flächendeckenden Netzes in Rosdorf zu testen. Auf dem Turm der Johanniskirche in Rosdorf hatte die Initiative zu Testzwecken Router installiert. "Wir haben dabei viel experimentiert", sagt Richardt. Auch dazu wie sich die Reichweite der Router erhöhen lässt. Ziel der Freifunker ist es, allen Menschen einen anonymen, unzensierten und kostenlosen Zugang zum Internet über WLAN zur Verfügung zu stellen und eine nichtkommerzielle Infrastruktur aufzubauen und zu betreiben.

Land fördert Freifunk weiter

Das Land Niedersachsen setzt die Förderung für Freifunknetze auch in diesem und kommendem Jahr fort. Jährlich 100000 Euro stellt die rot-grüne Landesregierung wie schon 2016 dafür zur Verfügung. Nach Angaben von Maximilian Schmidt, netzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, seien 2016 über das Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen 1150 Routern angeschafft und verteilt worden. Auch die Göttinger Freifunk-Initiative hat nach Angaben von Frank Richardt 20 Router aus dem Förderprogramm bekommen. „Freifunk ist ein Mitmach-Netz für alle und ermöglicht einfach und unkommerziell den schnellen Netzzugang für viele Menschen, in zahlreichen Städten und Gemeinden stehen heute Freifunk-Router, zum Teil sind komplette Innenstädte erschlossen worden. Dieser Ausbau soll weitergehen – die Weichen dafür haben wir jetzt gestellt“, sagte Schmidt.  mib

Bereits im September hatte der Rosdorfer Gemeinderat einstimmig den weiteren Freifunkausbau in der Gemeinde beschlossen. Nach Auskunft von Rosdorfs Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD) prüfe die Gemeinde derzeit, in welchen gemeindeeigenen Immobilien die Installation von Routern möglich sei. Auch die rechtliche Fragen seien geklärt worden, Gespräche mit Wohnungsgesellschaften habe es gegeben. Der weitere Ausbaus des Netzes in diesem Jahr soll nun, so Steinberg, in einer der nächsten Sitzungen des Bauausschusses diskutiert werden.

Zum Ende des vergangenen Jahres waren nach Angaben der Göttinger Funkinitiative rund um die Uhr etwa 750 Router - auch außerhalb des Göttinger Stadtgebietes - eingeschaltet, die einen freien Zugang zum Internet bieten. Zum Jahreswechsel 2014/2015 hatten Mitglieder des Göttinger Chaos Computer Clubs erste Freifunk-Router in Göttingen installiert, bis Anfang 2016 war das Netz auf mehr als 600 angewachsen. Je nach Tageszeit seien heute zwischen 550 und 2500 so genannte Clients, also Smartphones, Notebooks und andere Geräte, die das Freifunknetz nutzen, um darüber ins Internet zu kommen, im Netz.

Besucher der Göttinger Innenstadt würden eine "einfache, kostenlose" Internetnutzung begrüßen, sagt Frederike Breyer, Geschäftsführerin von Pro City. Das hätte eine Pro-City-Straßenumfrage ergeben. Diese decke sich mit den Ergebnissen aus anderen Großstädten. Daher sei der weitere Aufbau des Freifunknetzes in Göttingen "unterstützenswert". Pro-City-Mitglieder seien dem Vorhaben meist sehr aufgeschlossen, sagt sie. Jetzt gelte es, das Netz weiter auszubauen, um die "weißen Flecken" in der Stadt zu schließen. Nach Richardts Angaben hat in 2016 die dritte Göttinger Großbäckerei ihre Filialen mit Freifunk-Routern ausgestattet.

 Die Kosten für die Server und die nötige Infrastruktur trägt derzeit der Chaos Computer Club Göttingen. "Spenden, um den Betrieb zu gewährleisten, werden weiterhin benötigt", sagt Richardt.

  Mehr Infos zur Göttinger Freifunk-Initiative und zu den technischen Voraussetzungen für Freifunk: freifunk-goettingen.de

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