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Bischhausen: Erste Besenwirtschaft der Region

Scheune ausgebaut Bischhausen: Erste Besenwirtschaft der Region

Renée-Marie Dutschke kennt das aus ihrer Kindheit in Süddeutschland: Steht der Besen draußen, ist geöffnet. Dann schenkt der Winzer seine Weine aus, es kommt auf den Tisch, was die Hausfrau gebacken oder gekocht hat, und Nachbarn kommen zum Klönen.

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Bischhausener Besenwirte: Renée-Marie Dutschke (48) und Rüdiger Müller-Dutschke (50) in ihrem Gastraum.

Quelle: Heller

Bischhausen. Seit Pfingsten gehört die Besenwirtschaft, wie sie in Dutschkes Heimat typisch ist, auch in Bischhausen zum Dorfbild. Die Dutschkes haben ihre Scheune ausgebaut und die erste Besenwirtschaft der Region eröffnet.

Dabei hat der alte Bauernhof, in dem sie heute lebt, der in der Schweiz geborenen und in Baden aufgewachsenen Heilpädagogin ein Wechselbad der Gefühle beschert. Vor sechs Jahren hatte sie das Anwesen erworben und „erschreckend viel Arbeit“ hineinstecken müssen.

Doch unter den Zimmerleuten, die ihr im wahrsten Sinn des Wortes den Hof machten, war Rüdiger – heute ihr Ehemann. Und der sagt: „Vor Arbeit habe ich am wenigsten Angst“ – wie man an der stilecht ausgebauten Besenwirtschaft nun auch sieht.

Dann drohte ein schwerer Autounfall Dutschkes Glück mit dem neuen Hof zu vernichten: Sprunggelenk zersplittert, Monate im Krankenhaus, dann im Rollstuhl, arbeitsunfähig, Frühverrentung. Doch dann kam die Idee mit der Besenwirtschaft.

Ehemann Rüdiger legte Hand an. Die Scheune wurde aus-, Toiletten und Küche eingebaut.

Denn im Dorf, wo einst Kinder morgens zum Eis holen und abends die Männer zum Bier trinken „zu Heinrich“ gingen, gibt es seit vielen Jahren keine Wirtschaft mehr. Umso erfreuter sind die Nachbarn, dass es Dutschke jetzt wagt, wenn auch nur an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr.

Zur Eröffnung gab es neben vielen Geschenken von Nachbarn und Freunden Jazz am Piano von Patenkind Kim Shastri und auf einer Urkunde die Hoffnung von Ortsbürgermeister Volkmar Büermann, „dass es ein bleibender Standort in unserem Ort wird.“

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