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Bischof besucht irakische Flüchtlinge

Grenzdurchgangslager Bischof besucht irakische Flüchtlinge

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hat das Grenzdurchgangslager Friedland besucht und dort den Kontakt zu den überwiegend christlichen Flüchtlingen aus dem Irak gesucht.

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Vor der Kirche St. Norbert: Bischof Norbert Trelle mit irakischen Flüchtlingen.

Quelle: Heller

„Wir schauen mit ihnen in eine leidvolle Vergangenheit im Irak“, sagte Trelle während einer Andacht in der katholischen Kirche St. Norbert. Diese Vergangenheit habe aus Verfolgung, Not, Terror und tausendfachem Tod bestanden.

Nach diesem Leid solle nun ein Neuanfang in der Begegnung stehen und die Hoffnung auf ein zukünftiges Leben in Freiheit. Die entscheidende Aufgabe bei der Aufnahme der Flüchtlinge stehe jedoch noch bevor, so Trelle, nämlich eine Zusammengehörigkeit zu finden, Fremdheit zu überwinden und Nähe zu gestalten. Es gelte, den anderen in seiner Besonderheit und seinem kulturellen Profil wertzuschätzen und anzunehmen: „Sie sind uns von Herzen willkommen“, so der Bischof des Bistums Hildesheim.

2000 Flüchtlinge eingetroffen

Trelle rief alle ehrenamtliche engagierte Christen auf, aktiv auf irakische Flüchtlinge zuzugehen, die in die Kirchengemeinden kommen. Es sei eine zutiefst christliche Aufgabe, Fremde willkommen zu heißen und eine gemeinsame Lebens- und Glaubensgemeinschaft zu gestalten. Passend dazu ging es in der Andacht um die Frage, wer die wahren Verwandten Jesu sind – nämlich diejenigen, die über alle festgefahrenen Grenzen des Alltags hinweg als Christen eine neue Einheit bilden. Am Ende applaudierten die irakischen Christen den Worten Trelles, die vom armenisch-orthodoxen Diakon Hacub Sahinian übersetzt wurden. Anschließend ging es nach dem seelischen Wohl auch um das leibliche: Im Caritas-Gebäude gab es Weißkohleintopf mit Rindfleisch und Brot.

Die Bundesregierung hat im Rahmen einer europäischen Initiative entschieden, 2500 irakische Flüchtlinge aufzunehmen. Mittlerweile seien fast 2000 der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausgewählten Personen in Deutschland eingetroffen und vor ihrer Verteilung auf die Bundesländer im Grenzdurchgangslager betreut worden, so Thomas Heek, Leiter der Caritasstelle.

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