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Bischof lenkt ein: Bonifatiusschule II gerettet

Andersgläubige Schüler Bischof lenkt ein: Bonifatiusschule II gerettet

Die katholische Bonifatiusschule II (Boni II) in Göttingen ist nach unruhigen Monaten gerettet: Das Bistum Hildesheim habe entschieden, die Haupt- und Realschule dauerhaft aufrecht zu erhalten, teilte die Kirche mit. Dafür wolle sie pro Jahr 190 000 Euro zusätzliche Kosten „in Kauf nehmen“. Der Schulleiter ist begeistert.

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Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Auch an ihrem Standort in der Nikolaistraße wird die Boni II weiter Kinder unterrichten.

Quelle: CR

Göttingen. Außerdem nimmt die Bekenntnisschule ab Sommer 2013 wieder bis zu 30 Prozent andersgläubige Schüler auf. Damit umgeht sie eine Vorgabe der Stadt.

An so ein Geschenk hatten die Göttinger Katholiken selbst kurz vor Weihnachten kaum noch geglaubt. Gerade mit dem Hinweis auf wirtschaftliche Zwänge hatte das Bistum ein stärkeres Engagement bisher abgelehnt. Die Kehrtwende begründete Generalvikar Werner Schreer am Dienstagabend mit höheren Einnahme aus Kirchensteuern. Zudem leiste die Boni II „pädagogisch sehr anerkannte Arbeit“, ergänzte der Leiter der Hauptabteilung Bildung, Jörg-Dieter Wächter.

Ungeachtet dieser Arbeit war seit Monaten unklar, wie lange sich die Schule noch halten kann. Durch den Geburtenrückgang gibt es auch immer weniger katholische Kinder. Um optimale Klassenstärken halten zu können, durfte die Boni II mehrere Jahre bis zur Hälfte andersgläubige Schüler aufnehmen. In einem Konkordatsvertrag mit zwischen Kirche und Land sind eigentlich 30 Prozent festgeschrieben. Im vergangenen Jahr lehnte die Stadt als Träger der öffentlichen Schule eine Verlängerung der 50:50-Quote ab, um ihre eigenen Schulen zu stärken. Damit die Boni II schnell wieder über alle Jahrgänge auf das Verhältnis 70:30 Prozent erreicht,  sollte sie sechs Jahre lang in den 5. Klassen zunächst nur noch katholische Kinder aufnehmen dürfen. Folge: kleine Klassen und weniger Lehrerzuweisungen. Viele sahen damit das Ende der Schule besiegelt.

Diese Abwärtsspirale wird umgelenkt, wenn die Schule ab Sommer 2013 wieder andersgläubige Kinder aufnimmt. Weil sie damit die Forderung der Stadt umgeht und insgesamt weniger katholische Kinder unterrichten wird, bekommt sie vermutlich weniger Geld von Land und Stadt. Das entstehende Defizit trägt jetzt die Kirche selbst.

„Ich bin begeistert“, kommentierte Schulleiter Jörg Stelle am Mittwoch diese Zusage. Jetzt müssten Eltern nicht mehr spekulieren, dass die Schule bald auslaufen könnte. Für den Schulelternrat ist es eine „optimale Lösung, die der Schule mehr Stabilität gibt“. Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske wertet die Kehrtwende „als frohe Botschaft“ für die Boni II, die die Stadt zunächst „zur Kenntnis nimmt“. Ob sie jetzt auch ihre finanzielle Unterstützung kürzt, müsse im Rat erörtert werden.

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Bistum Hildesheim

In der katholischen Bonifatiusschule II in Göttingen wird auch in den kommenden Jahren wie gehabt Unterricht stattfinden. Das Bistum Hildesheim habe entschieden, das Angebot in der Haupt- und Realschule aufrecht zu erhalten. Grund seien verbesserte Einnahmen bei den Kirchensteuern.

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