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Bovenden will weicheres Wasser

Alternative zu Harzwasser Bovenden will weicheres Wasser

„Soll dem eigenen Trinkwasser des Fleckens Bovenden Trinkwasser der Harz-Wasserwerke beigemischt werden?“ – so lautete die Frage vor fünf Jahren. Bei einer Bürgerbefragung entschieden sich die Bovender dagegen. Sie wollten ihr eigenes Wasser behalten.

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Wunsch nach weicherem Wasser: Die Bovernder Verwaltung prüft, ob sich Nanofiltrationsanlagen zur Versorgung des Fleckens eignen.

Quelle: Lüder

Bovenden. Der Wasserverband Leine-Süd hat es in Rosdorf nun vorgemacht. Seit einem Jahr fließt dort weicheres Wasser aus den Hähnen – dank einer Nanofiltrationsanlage. In Bovenden wird nun geprüft, ob eine solche Enthärtungsanlage das Richtige wäre.

Die Anlage in Rosdorf funktioniere laut Aussage des Verbands Leine-Süd einwandfrei, berichtete Bovendens Bauamtsleiter Klaus Melnikow. Weil in Bovenden allerdings der Anspruch herrsche, das gesamte Gemeindegebiet zu versorgen, müssten dort zwei Anlagen entstehen, sagte Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker.

In Rosdorf mit nur einer Anlage werde nicht das gesamte Gemeindegebiet versorgt. Das sei für Bovenden nicht passend.

Den Kalkgehalt im Wasser zu senken, das empfand Ausschussmitglied Jörg Magull (SPD) als traumhaft. Gegen den „Schweinsgalopp“ in Sachen Wasserenthärtung wehrte sich aber Reinhard Schmidt (FWG). „Wir haben keinen Druck zu handeln“, betonte er auch in Anbetracht der Haushaltslage.

Der Bau einer Nanofiltrationsanlage schlage sich für die Bürger im Wasserpreis nieder. Die Bovender Kommunalpolitiker seien nicht gezwungen, eine Entscheidung noch vor der Sommerpause zu fällen. Sie müssten erst wissen, was es wirklich koste.

Das sah Bäcker etwas anders. Die Bürger fragten, wie es weitergehe: „Meine Entkalkungsanlage ist reif. Soll ich mir eine neue kaufen?“ Der Ausschussvorsitzende Udo Riemann (SPD) erwartet, dass das Mehr an Gebühren für das Wasser durch die Einsparung an Mitteln zur Entkalkung wieder wettgemacht werde.

Klar wurde im Bau- und Umweltausschuss, dass die Bovender nicht locker lassen wollen: Auch im Flecken soll es weicheres Wasser geben.

Von Ute Lawrenz

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