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Bovender Theatergruppe „Alt und Jung“ führt Geschichte um Erbstreit auf

Alle wollen nur das Eine Bovender Theatergruppe „Alt und Jung“ führt Geschichte um Erbstreit auf

Drei Jahre älter als Elise Müller ist die Frau, die sie spielt: Elisabeth Mühlmann. Eigentlich ist das nichts Besonderes. Welcher Schauspieler ist schon genau so alt, wie die Figur, die er verkörpert: Bei Elisabeth Mühlmann ist es etwas Besonderes.

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Erbstreit: Elise Müller alias Elisabeth Mühlmann (dritte von rechts) hat ihre Kinder zum Geburtstag eingeladen, doch die wollen alle nur eines

Quelle: Hinzmann

Bovenden. Die Protagonistin im Stück will ihren 90. Geburtstag feiern, Elisabeth Mühlmann ist 93 Jahre alt. Am Freitag, 24. Mai, hat die Bovender Theatergruppe „Alt und Jung“ mit der Geschichte „Der 90. Geburtstag“ um 18 Uhr im Forum des Schulzentrums Premiere.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Enkelin Simone überredet ihre Oma, Elise Müller, ihren 90. Geburtstag zu feiern. Eingeladen werden alle fünf Kinder. Die Familien haben sich seit Jahren nicht gesehen. Denn alle wollen nur das Eine: ein Gemälde, um das ein Erbstreit entbrennt. Zu Omas Geburtstag machen sich alle Familienangehörigen auf den Weg.

Die Episoden, die dann folgen, hat das Leben geschrieben. In Improvisationsübungen haben die Schauspieler die unterschiedlichen Szenen entwickelt. Die Lehrerinnen Dagmar Dettleff-Rohmann und Regine Meile schrieben sie ins Reine. So gibt es eine Fleischer-Familie Holztrog und die Ökos mit dem Namen Blattgrün.

Die Hippies heißen ganz durchschnittlich Krüger. In der Pastorenfamilie wird die Ehefrau tatsächlich von einer Frau Pastorin gespielt. Und ohne Eltern kommen die zwei Fußballkinder. Die großen Unterschiede zwischen den Familien sorgen für Dynamik auf der Bühne.

Dynamik bringen auch die Altersunterschiede. In der Theatergruppe „Alt und Jung“ der Arbeiterwohlfahrt Bovenden (Awo) spielen 16 Achtklässler und ein Junge aus der Neunten mit sechs Senioren zusammen. Mit ihren 93 Jahren beherrscht Elisabeth Mühlmann den Text aus dem Effeff, wie sich in der Probe zeigte. Das Lernen sei schwer, aber nicht unmöglich, meint sie.

Von Ute Lawrenz

Wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, das sehen die Zuschauer bei der Premiere

► am Freitag, 24. Mai um 18 Uhr im Forum des Schulzentrums.

► Am Sonnabend, 25. Mai , um 16 Uhr, ist dort die zweite Vorstellung.

Karten im Vorverkauf gibt es

► werktags von 9 bis 13 Uhr bei der AWO-Begegnungsstätte oder

► von 9 bis 12 Uhr an der Schule am Osterberg.

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