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Brand an Weihnachten: Kirche völlig verrußt

Schmorender Verteilerkasten Brand an Weihnachten: Kirche völlig verrußt

Schock für die Kirchgänger in Groß Schneen an Heiligabend: Die Kirche war durch einen Schwelbrand völlig verrußt und unbenutzbar. Dabei war es wohl nur Glück, dass das Gebäude nicht völlig abgebrannt ist.

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Kübelspritze im Einsatz: In der verrußten Michaeliskirche werden die noch züngelnden Deckenbalken gelöscht.

Quelle: Waase

Nachbarn der Kirche hatten am Morgen aufgrund eines Stromausfalls Eon-Mitarbeiter gerufen. Diese stellten an einem Stromkasten an der Straße einen Kurzschluss fest und behoben diesen. Einem der beiden Mitarbeiter fiel jedoch auf, dass sich die Zeit der Kirchturmuhr nicht wieder richtig einstellte, was nach der Behebung des Schadens eigentlich hätte passieren müssen. Gemeinsam mit Pastorin Christine Wackenroder öffneten die beiden die Kirchentür – und dichter Rauch schlug ihnen entgegen.
Gotteshaus beschlagnahmt
Gegen 11.40 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Ein Trupp der Ortsfeuerwehr Groß Schneen rückte mit schwerem Atemschutz in die verqualmte und verrußte Kirche ein, um mit einer Wärmebildkamera den Brandherd ausfindig zu machen. Mit einem Druckbelüfter wurde der Rauch aus der Kirche geblasen. Dabei loderte noch einmal ein Feuer im Bereich der Deckenbalken auf. Mit einer Kettensäge wurde der Fußboden der Orgelempore aufgeschnitten, um das Feuer zu bekämpfen.
Der Brandherd befand sich laut Ortsfeuerwehr vermutlich am Verteilerkasten. Dort hingen vollkommen verschmorte Kabel lose herunter. Als Ursache vermutet Ortsbrandmeister Karl Roßbach einen technischen Defekt. Die Kirchturmuhr war um 1.10 Uhr stehengeblieben.
Das Gebäude sei „böse verrußt“ meint Stefan Kroh von der Ortsfeuerwehr Groß Schneen, die mit 18 Leuten im Einsatz war. „Die Kirche muss komplett renoviert werden“, so Roßbach. Die Polizei schätzt den Schaden auf 50 000 bis 100 000 Euro, Roßbach noch deutlich höher. Doch es hätte noch schlimmer kommen können: Die Größe des Kirchenraumes verhinderte eine stärkere Hitzeentwicklung; wäre eine Scheibe geplatzt und hätte Sauerstoff eindringen können, hätte leicht die ganze Kirche abbrennen können, so der Ortsbrandmeister.
Auch so ist der Schaden groß genug, nicht nur der materielle. In der Kirche war schon alles für die Feier des Heiligabends vorbereitet. Die Gottesdienste konnten nur mit viel Hilfsbereitschaft aus dem Ort improvisiert im Gemeindehaus stattfinden, so die Kirchenvorstands-Vorsitzende Annegret Hübener: „Wir waren schon ganz schön erschrocken, dass das gerade Heiligabend passiert ist.“ Die Brandermittler der Polizei sind im Einsatz. Das Gotteshaus wurde beschlagnahmt und versiegelt.

Von Jörn Barke

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