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Brandschutz: Strenge Vorschriften für Diskotheken

„Brandkatastrophe hier so gut wie unmöglich“ Brandschutz: Strenge Vorschriften für Diskotheken

Nach der furchtbaren Brandkatastrophe in der brasilianischen Universitätsstadt Santa Maria mit mindestens 234 Todesopfern fragen sich viele Diskothekengänger und deren Eltern: Sind deutsche Diskotheken sicher? Feuerwehr und Behörden in Göttingen beruhigen: Ein solch verheerendes Feuer könnte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht entstehen.

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Quelle: Heller

Göttingen. Für alle Diskotheken mit einer Kapazität von mehr als 200 Personen gelten die gleichen verschärften Anforderungen wie für andere sogenannte „Versammlungsstätten“, erläutert Stadtsprecher Detlef Johannson . Diese Vorschriften „beziehen sich beispielsweise auf Lüftungsanlagen, auf ausreichend breite Fluchtwege oder auf den zweiten baulichen Rettungsweg“. Etwa alle drei Jahre, erklärt Johannson, finden sowohl durch die Berufsfeuerwehr als auch durch die städtische Bauordnung Kontrollen statt.

Was im Einzelnen kontrolliert wird, erläutert Hubert Henne, Experte für vorbeugenden Brandschutz bei der Göttinger Berufsfeuerwehr . Jede Diskothek müsse über zwei voneinander unabhängige und freie Rettungswege verfügen. Die Rettungswege dürften nur durch Türen mit sogenannter Panikverriegelung geschlossen sein – Türen, die von innen mit einem Griff an einem eindeutig erkennbaren Hebel geöffnet werden können, auch wenn sie von außen nicht geöffnet werden können. Zudem, so Henne, dürfe auch in Diskotheken nur schwer entflammbares Material verbaut werden – also kein Schaumstoff wie in Brasilien. Weiterhin sei eine „Entrauchungsanlage“ vorgeschrieben – ein System, das dafür sorgt, dass Rauch abziehen kann, dass genügend Atemluft bleibt.

In der brasilianischen Diskothek wurde der Brand ausgelöst durch die Pyrotechnik-Show einer Musikband, die statt Feuerwerkskörpern für den Innengebrauch andere gekauft hatte. Diese kosteten nur ein Dreißigstel und waren nur für den Gebrauch im Freien gedacht. Dabei hatte sich an der Decke Dämmmaterial aus Schaumstoff entzündet, das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

Henne: In Deutschland müsse jede Veranstaltung mit Pyrotechnik der Feuerwehr gemeldet werden, die dann eine Brandsicherheitswache stelle. Alle pyrotechnischen Gegenstände würden zudem vor dem Einsatz geprüft.

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