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Briefverteilzentrum Göttingen: 22-Jähriger öffnet 1100 Briefe

Logistikzentrum Lutterberg nicht betroffen Briefverteilzentrum Göttingen: 22-Jähriger öffnet 1100 Briefe

Es war zunächst nur eine Randnotiz der polizeilichen Kriminalstatistik: 1100 Wertsendungen der Post-Tochter DHL seien im Sommer 2012 verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben das am Montag korrigiert: Es waren nicht Wertsendungen der DHL aus dem Logistikzentrum Lutterberg, sondern normale Briefsendungen aus und für das Briefverteilzentrum Göttingen.

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Briefverteilzentrum Göttingen: Ein von der Post AG beauftragter Servicepartner soll 1100 Briefsendungen gestohlen, geöffnet und weggeworfen haben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Lutterberg. Als verdächtig gilt ein 22 Jahre alter Mann aus dem Bundesland Brandenburg. Er ist Mitarbeiter eines Servicepartners der Deutschen Post AG, der ausschließlich für die Post fährt. Er war beauftragt, Post aus Ostdeutschland ins Briefverteilzentrum Göttingen zu bringen, übernahm aber außerdem die Leerung von Briefkästen im Raum Dransfeld. Von diesen Sendungen hat er offenbar all die, die danach aussahen, als ob sie Geld enthalten, gestohlen, geöffnet und weggeworfen.

Am Rande der ICE-Trasse

Aufgeflogen ist der massenhafte Diebstahl, als im Spätsommer ein Spaziergänger aus Göttingen am Rande der ICE-Trasse bergeweise offene Briefe fand. Der Fund wurde der Polizei gemeldet, die den Postermittlungsdienst einschaltete. Dort konnte anhand der Absender zugeordnet werden, welche Fahrer für den Transport infrage kamen. Mittels präparierter Postsendungen wurde der 22-Jährige schließlich überführt.

Im Zuge weiterer Ermittlungen wurden auch weitere gestohlene Briefe entdeckt, teils in der Feldmark bei Dransfeld, teils im Auto des Verdächtigen.

Danach warf er die geöffneten Briefe weg

Danach gehen Post AG und Polizei jetzt davon aus, dass der Brandenburger sowohl die Briefe aus seiner ostdeutschen Heimatregion in den Bereich Göttingen als auch die Post aus Dransfeld in alle Welt gezielt nach Geld durchsucht hat. Danach warf er die geöffneten Briefe weg. Die Ermittlungen gegen ihn dauern noch an.

Ein weiterer Fall

Seitens der Post AG hat am Montag Pressesprecher Jens-Uwe Hogardt betont, dass die DHL Homedelivery in Lutterberg mit dem Göttinger Fall nichts zu tun habe. Dem Tageblatt ist allerdings ein weiterer Fall mit geöffneten Paketsendungen bekannt, in dem die Autobahnpolizei Nordrhein-Westfalen im Sommer 2012 auf einem A-44-Rastplatz zwischen Dortmund und Kassel einen Fahrer erwischte, wie er Sendungen für das DHL-Zentrum Lutterberg nach Wertsachen durchsuchte. Auch hier ein Fahrer eines Subunternehmens .

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Kriminalstatistik

Die Polizei hat am Freitag ihre Kriminalstatistik 2012 vorgestellt. Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist darin um 1100 Taten dramatisch gestiegen. Ausschlaggebend dafür war ein einziger Ermittlungskomplex mit rund 1100 Opfern: Im DHL-Paketzentrum Lutterberg (Gemeinde Staufenberg) haben Mitarbeiter massenhaft Wertbriefsendungen gestohlen.

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