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Broschüre der Stadt Göttingen: Kunstwerke im öffentlichen Raum

Stadt als Museum Broschüre der Stadt Göttingen: Kunstwerke im öffentlichen Raum

Wer in Göttingen wohnt, nimmt sie kaum noch wahr: Skulpturen wie den „Boten“, den „Aufbruch“ oder den „Butt im Griff“. Dabei wurden die Kunstwerke in den vergangenen Jahrzehnten im öffentlichen Raum aufgestellt, um gesehen zu werden und die Phantasie der Menschen anzuregen.

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Raumgreifend, floral: „Vegetative Säule“ von Emil Cimiotti.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Kunst in der Stadt“ ist der Titel einer neuen Broschüre der Stadt Göttingen und des Vereins Göttingen Tourismus. 23 Objekten und Installationen werden darin beschrieben. Im Kulturausschuss des Göttinger Rates stellte die Kunsthistorikerin Anja Marrack die von ihr zusammengestellte rund 40 Seiten starke Broschüre vor.

Das älteste der öffentlichen Kunstwerke ist „Die Stadt“ von Jürgen Weber. Als die Installation 1963/64 zur Belebung der neu gebauten Stadthalle angebracht wurde, entbrannte in der Stadt eine Kunst-Kontroverse um die Darstellung des „aus nackten Menschen konstruierten Gemeinwesens“.

„Individuum, Paar, Gruppe und Masse: Sein (Webers) Hochrelief zeigt das Wesen der Stadt als einen pulsierenden Reigen beständig wechselnder Menschenkonstellationen“, heißt es in der Broschüre.

Seit 1970 steht am Lumière die „Mimengruppe“ von Henry Hinsch (1909-1979), eine aus Eisenplatten geformte Gruppe menschlicher Gestalten in der Tradition der Metallmontage der 30er-Jahre. Je nach Blickwinkel sei die Gruppe an der Geismar Landstraße „mal mehr Werkstück, mal mehr menschliches Wesen“, was Marrack in ihrem Begleittext als „halbabstrakte Formgestaltung“ deutet.

Kunstgeschichte für Jedermann erlebbar

Wichtig für die Göttinger Geschichte ist das „Mahnmal Synagoge“ nach dem Entwurf des italienischen Künstlers Corrado Cagli. 1973 wurde es an der Oberen und Unteren Maschstraße nahe des Ortes aufgestellt, an dem vor ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten die Göttinger Synagoge stand.

„Genesis“ von Giancarlo Sangregorio, seit 1979 am Hiroshimaplatz vor dem Amtshaus der Stadt Göttingen, besticht durch die Kombination von dreierlei Gesteinsarten.

Vertreten sind in der Broschüre auch die 80er- und 90er Jahre  sowie die ersten Jahre des neuen Jahrtausends. Emil Cimiotti schuf 1986 die „Vegetative Säule“ im Innenhof des Kreishauses an der Reinhäuser Landstraße. Das jüngste Kunstwerk ist die „Göttinger Erhebung“ von Andreas Welzenbach, eine Bronze-Stahl-Skulptur, die seit dem vergangenen Jahr den Eingang zur Kornmarktpassage ziert.

Beim Rundgang nach der anhängenden Karte erwarte die Nutzer der Broschüre ein „Überblick über Skulptur nach 1945“ auf kleinem Raum, erklärte Marrack den Mitgliedern des Kulturausschusses. Im öffentlichen Raum werde Kunstgeschichte für Jedermann erlebbar. „Der Flyer war längst überfällig.“

Die Broschüre ist bei der Tourist-Information im Alten Rathaus und im Neuen Rathaus erhältlich und steht auf denkmale.goettingen.de zum Download bereit.

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