Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Bürgerinitiative "Gegenwind" in Groß Ellershausen und Hetjershausen

Kontra Windkraft Bürgerinitiative "Gegenwind" in Groß Ellershausen und Hetjershausen

„Gegenwind“ geben die Bürger von Groß Ellershausen und Hetjershausen. Unter diesem Titel gründeten sie eine Bürgerinitiative (BI). Im Zuge der Energiewende plane Göttingen, eine Fläche westlich dieser Ortsteile für den Bau von drei Windrädern auszuweisen, heißt es in dem Flyer der BI.

Voriger Artikel
Tageblatt-Wochenendkolumne von Ilse Stein
Nächster Artikel
A7-Ausbau: SPD kritisiert Ausschuss-Blockade

Geben Gegenwind: Mitglieder der Initiatoren-Gruppe beim ersten Treffen.

Quelle: EF

Groß Ellershausen/Hetjershausen. Außerdem solle die geplante Höchstspannungsleitung unmittelbar neben Wohnsiedlungen, Mittelbergschule, Kindergarten und Sportplatz verlegt werden. „Wir sind nicht damit einverstanden, dass wir durch den Bau von Windkraftanlagen und einer Höchststromtrasse in unserer Lebensqualität und Gesundheit nachhaltig beeinträchtigt werden“, betonen die mehr als 100 Bewohner beider Orte, die sich zu „Gegenwind“ zusammengetan haben. Auch der Ortsrat Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren habe sich mit großer Mehrheit gegen die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplans Windenergie ausgesprochen, berichtete BI-Sprecherin Anita Schmidt-Jochheim .

Größenvergleich: Geplantes Windrad mit Nabenhöhe 135 Metern, herkömmliches Windrad und maßstabsentsprechende Traktoren.

Gesamthöhe von fast 200 Metern

„Gegenwind“ befürchtet massive Beeinträchtigungen durch die geplanten Windkraftanlagen in einer Gesamthöhe von fast 200 Metern. Bei den vorherrschenden Westwinden müsse man mit Lärmbelästigung rechnen. Auch den Schattenwurf sieht Schmidt-Jochheim als Problem. „Die Energiewende muss sein“, räumt sie ein. Doch bevor man überall Windräder aufstelle, solle man vorhandene Standorte durch Repowering aufwerten und andere Möglichkeiten der Energiegewinnung prüfen. Windkraft sei „sehr, sehr kostengünstig“, äußert sie den Verdacht, dass hier eher schnelles Geld als ein klares Konzept den Ausschlag gebe. „Auf den Menschen wird überhaupt keine Rücksicht genommen“, beklagt  Susanne Gevert-Seidemann , die ebenfalls für die BI spricht.

Erhöhtes Krebsrisiko

Auch den Bau der Höchstspannungsleitung sehen die Mitglieder der Bürgerinitiative skeptisch: Sie befürchten ein erhöhtes Krebsrisiko. „Die Auswirkungen auf Mensch, Boden, Trinkwasser, Pflanzen- und Tierwelt sind nicht bekannt, da noch keine Erfahrungen mit der Verlegung von Höchststromleitungen existieren“, kritisiert die Initiative. Klar sei, dass sie gebaut werden müsse, „um den Strom vom Erzeuger zu den Verbrauchern zu bringen“. Doch Schmidt-Jochheim plädiert für die Verlegung der Trasse an die Autobahn.

Um den BI-Zielen mehr Kraft zu verleihen, haben die Akteure nun auch einen Verein gegründet. Die  erste Mitgliederversammlung wird am Dienstag, 29. Januar, um 19.30 Uhr im Sporthaus Groß Ellershausen/Hetjershausen abgehalten.

Von Ute Lawrenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Mehrheit in Groß Ellershausen

Mit großer Mehrheit hat sich der Ortsrat von Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren gegen die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplan Windenergie (Tageblatt berichtete) ausgesprochen. Einzig  Heidrun von der Heide und Ralf Krummacker von der SPD sprachen sich dafür aus, dass die Verwaltung dieses Planungsinstrument für die Festlegung von Vorranggebieten für Windenergieanlagen erstellt.

  • Kommentare
mehr
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt