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Chaos nach Sperrung bleibt vorerst aus

Bundesstraße 27 stadteinwärts dicht Chaos nach Sperrung bleibt vorerst aus

Seit 10 Uhr am Montagmorgen ist die Bundesstraße 27 ab Hoffmannshof stadteinwärts gesperrt, um das Aufstellen von Lärmschutzwänden abzusichern. Der Verkehr wird über die Straße Am Faßberg, die Otto-Hahn-Straße und die Robert-Koch-Straße wieder auf die B 27 / An der Lutter geleitet.

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Quelle: Richter

Göttingen. Um 3 Uhr in der Nacht habe der Arbeitstag für das Team der B.A.S. Verkehrssicherung begonnen, berichtet Monteur Dieter Paul. Zunächst mussten in der Firma in Kassel die Fahrzeuge beladen werden. "Ab 6 Uhr waren wir dann in Göttingen", sagt er. Auf den Plänen ist genau eingezeichnet, wo die Schilder und Baken stehen sollen und wo die neue Verkehrsführung aufgeklebt werden soll. Stadtauswärts wird der Verkehr auf der B 27 hinter der Einmündung am Papenberg auf die linke Fahrspur geleitet, an der Fußgängerampel im Wald wieder zurück. Dazwischen stehen im Abstand von 20 Metern Baken, um die rechte Fahrspur freizuhalten. Dazu die Schilder und die Absperrungen. Keine leichte Arbeit: Die Standfüße wiegen je nach Ausführung 30 oder 45 Kilogramm.

Regenguss verzögert Markierungsarbeiten

"Der Regen in der Nacht hat uns keinen Gefallen getan", erklärt der Monteur. Damit die gelben Streifen, die die neue Verkehrsführung anzeigen, auf der feuchten Straße halten, erwärmen die Arbeiter die Straße mit einem Gasbrenner. "Damit die Feuchtigkeit zumindest ein bisschen aus dem Asphalt rauskommt", sagt Paul. Doch am Ende hilft das auch nicht mehr, denn der erneute Regenguss am Nachmittag ist zu stark. Die Markierungsarbeiten am Faßberg an der Einmündung Otto-Hahn-Straße müssen verschoben werden. Dadurch verzögert sich auch der Einsatz der dort aufgebauten Ampel. "Ohne Markierung dürfen wir die Anlage nicht in Betrieb nehmen", sagt Planer Daniel Hahn.

Die Ampel werde nach Hahns Angaben zunächst in einer Festschaltung in Betrieb genommen. Erst am Donnerstag könne sie ebenso wie die an der Robert-Koch-Straße an der Kreuzung im Hassel komplett verkehrsabhängig geschaltet werden. "Kameras überwachen jede einzelne Fahrspur", erläutert Hahn. Maßgebend für die Schaltung sei zunächst einmal die Umleitungsstrecke. "Aber alle anderen bekommen auch ihre Grünphasen." So gebe es eine 15 Sekunden dauernde Mindestgrünphase. "Man steht maximal 78 Sekunden", sagt er und gibt zu, dass es sich viel länger anfühle. Die Ampel schalte entsprechend der jeweiligen Wartezeit.

Unmut im Vorfeld

Die verkehrsabhängige Schaltung an der B 27 am Hoffmannshof hat auch im Feierabendverkehr am Montag stadtauswärts für eine maximale Schlange von 20 Autos gesorgt. Das befürchtete Chaos blieb aus. Befragte Autofahrer an der Ampel erklärten, dass es überhaupt keine Probleme bei der Fahrt aus der Stadt gegeben habe. Und am Morgen seien sie im Berufsverkehr ja noch einmal um die Sperrung herumgekommen. Im Internet haben unterschiedliche Nutzer am Wochenende ihrem Unmut Luft gemacht. "Auch das noch", schrieb Nutzerin Wendy Wachs. "Gibt ja auch noch nicht genug andere Baustellen zurzeit", schrieb Jessica Schröter. "... man braucht einen Heli, wenn man in Göttingen arbeitet", ärgerte sich Nutzerin Yvonne Königsblau.

Wie sich die Umleitung auf den morgendlichen Berufsverkehr auswirkt, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Doch Udo Othmer, Leiter des Geschäftsbereichs Bad Gandersheim der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ist zuversichtlich. "Die Umleitungsstrecke hat sich bewährt", erinnert er an den Bau der B 27. "Deshalb haben wir uns auch wieder für das gleiche Konzept entschieden." Von Vorteil zurzeit sei eventuell auch, dass ein Teil des Verkehrs wegen der Baustelle auf der B 27 in Höhe Ebergötzen frühzeitig umgeleitet werde. Abzuwarten bleibe die Entwicklung, wenn die Sperrung bei Ebergötzen plangemäß am 11. August aufgehoben werde. Die Sperrung ab Hoffmannshof dauert nach Angaben der Straßenbaubehörde voraussichtlich bis zum 25. August.

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