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Busangebot in Göttinger City ist hervorragend

Gutachten Busangebot in Göttinger City ist hervorragend

Das Busangebot in der Göttinger Innenstadt ist spitze, auch weil die Wagen durch die City fahren. Kleine Shuttle-Busse oder neue Streckenführungen um den Kern herum würden für Fahrgäste hingegen mehr Nach- als Vorteile bringen. Das haben Verkehrs-Gutachter im Auftrag der Stadt ermittelt.

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Busangebot in Göttingen: laut Gutachter „spitze“.

Quelle: Pförtner

Fast 100 Gäste diskutierten am Donnerstag im Ratssaal die Ergebnisse. Ihre Reaktionen: Aufatmen bei regelmäßigen Nutzern der Stadtbusse, die schon Verschlechterungen durch Shuttle-Busse oder andere Alternativen befürchtet hatten. Enttäuschung und Kritik am Gutachten von Geschäftsleuten und Bewohnern der City, die die großen Busse aus der Innenstadt haben wollen und dafür bereits Modelle entwickelt hatten.

Ihre Sorgen, ein neues Innenstadtleitbild des Rates und nicht zuletzt die Feinstaub-Debatte waren der Zündstoff für die Suche nach anderen Strecken, Haltepunkten oder Fahrtakten der Stadtbusse. Dem Gutachter Volker Stölting vom Büro „Team red“ aus Hannover hatte die Stadt dabei klare Vorgaben gemacht: Am äußeren Liniennetz dürfe nichts verändert werden und das Busangebot dürfe nicht schlechter werden. Nach Vorgesprächen hat „Team red“ dann zwei Varianten genauer untersucht. Variante 1: Etwa ein Drittel der Linien (zum Beispiel die 3 und 13) werden aus der Innenstadt heraus genommen und auf den äußeren Straßenring wie Bürgerstraße und Friedländer Weg verlagert. Variante 2: Alle Stadtbusse fahren nur noch auf dem Außenring um die City herum. Innenstadtbesucher werden von drei Haltestellen mit Kleinbussen in die Innenstadt gebracht.
Ergebnisse zu Variante 1: nur noch 690 statt 909 Busfahrten täglich im Stadtkern, trotzdem keine wesentliche Lärmreduzierung; längere Fußwege für viele Besucher der City; überlastete Busse im Außenbereich; längere Fahrzeiten selbst für Durchgangspendler, weil Busse außen herum länger brauchen als durch die sonst freie Fußgängerzone. Ergebnisse zu Variante 2: Umsteigezwang – vor allem eine Last für ältere Menschen, Geh- und Sehbehinderte; zusätzliche Wartezeiten und längere Reisezeiten; Und in der City müssten sehr viele Shuttle-Busse eingesetzt werden, weil sie viel kleiner sind.
Unterm Strich gebe es bei beiden Varianten mehr Nachteile, zog Stölting Bilanz. Aus der Untersuchung könnten aber positive Teilergebnisse umgesetzt werden, ergänzte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Dazu gehörten mehr Stadtbusse zu den Hauptankunftszeiten der Fernzüge am Bahnhof.

„Fassungslos“ und verständnislos“ äußerten sich Händler und Anwohner der City. Ihr Vorwurf: Die Stadt habe dem Gutachter so enge Vorgaben gemacht, dass ein „Wunschergebnis“ herausgekommen sei. Andere „kreativere“ Ansätze seien nicht berücksichtigt worden, ebenso wenig Qualitätsmerkmale für Wohnen, gemütlich Einkaufen und Flanieren in der City.

Von Ulrich Schubert

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