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CDU gegen Windräder

Ortsrat Nikolausberg CDU gegen Windräder

Im Grunde ist die CDU in Nikolausberg für die Förderung von erneuerbaren Energien. Dass die Stadt Göttingen aber in einem neu aufgestellten Flächennutzungsplan ein rund 13 Hektar großes Areal nordwestlich von Nikolausberg als Vorranggebiet für Windenergie ausweisen will, geht den Unionspolitikern im Ortsrat dann doch zu weit.

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Symbolbild

Quelle: Kunze

Nikolausberg . CDU-Mann Heiko Dircks fürchtet Sicht- und Lärmbelästigungen durch die möglicherweise riesigen Anlagen, die künftig dort stehen könnten. „Acht bis zehn Giganten“, schätzt Hans Georg Scherer (CDU), mit einer Nabenhöhe zwischen 140 und 160 Meter könnten dort künftig stehen. Er warnte in der jüngsten Ortsratssitzung vor Lärm und gesundheitsschädlichem Infraschall und bemängelte, dass die Stadt nun einem Hauruck-Verfahren den Aufstellungsbeschluss für den Teilflächennutzungsplan Windenergie „ohne Not“ vorantreibe. Die Stadt lege potenziellen Investoren gegenüber einen „vorauseilenden Gehorsam“ an den Tag. „Bei den Investoren herrscht Goldgräberstimmung“, meinte Scherer.

Längst liefen Verhandlungen zwischen Grundstückseigentümern und Stromkonzernen, wusste Scherer. Außerdem: „Wir sollten uns unser Ortsbild durch Windräder nicht versauen lassen.“ Wibke Güntzler (CDU) nannte es „skandalös“, dass abermals versucht werde, durch die Änderung Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen. Investorenwünsche würden berücksichtigt. Karola Margraf (SPD) kritisierte in der Sitzung den von der Rats-CDU gemachten Vorschlag, die Mindestabstände von Windräder zur Wohnbebauung zu erhöhen. „Dann bleiben gar keine Flächen mehr übrig“, sagte sie. Ortsbürgermeister Bernd-Michael Weide (Grüne) bezweifelte, dass es zu einer deutlich höheren Lärmbelastungen durch die Windräder kommt.

Anders als seine Parteikollegen hält Burghard Wegener eine Ablehnung der Flächennutzungsplanänderung für falsch. Das Thema wurde auf die nächste Ortsratssitzung vertagt.

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Windenergieanlagen

Im Landkreis Göttingen arbeiten derzeit viele Gemeinden daran, die Flächennutzungspläne zu ändern, um neue und größere Windenergieanlagen zu ermöglichen. Das dazu nötige Gutachten über Rotmilanvorkommen im Kreisgebiet wird am Montag, 5. November, im Ausschuss für Wirtschaft, Bauen, Planen und Energie des Kreistages vorgestellt.

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