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CDU verteidigt LKH-Verkauf unter Wert

„Preis nachrangig“ CDU verteidigt LKH-Verkauf unter Wert

Die CDU-geführte Landesregierung setzt sich gegen Vorwürfe zur Wehr, sie habe die damaligen acht niedersächsischen Landeskrankenhäuser (LKH) vor fünf Jahren weit unter Preis verkauft. Im Jahr 2005 seien zwei Gutachten zur Wertermittlung durchgeführt worden. Danach habe der zu erlösende Kaufpreis zwischen 35 bis 68 Millionen beziehungsweise bei 63 Millionen Euro gelegen, erklärte Finanzminister Hartmut Möllring (CDU).

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Quelle: dpa/Warmuth (Symbolbild)

Göttingen/Hannover. Der Landesrechnungshof moniert, dass die LKH trotz einer Wertes von 343 bis 378 Millionen Euro für nur 102 Millionen an private Klinikbetreiber verkauft worden sei (Tageblatt berichtete). Für das Göttinger LKH wurden nur 13,5 Millionen erlöst, für Tiefenbrunn nur 355 000 Euro. Der Preis sei in diesen Ausschreibungsverfahren „nur ein nachrangiges Kriterium“ gewesen, erklärte der Göttinger CDU-Landtagsabgeordnete Fritz Güntzler. Wichtiger sei die Bewertung der medizinischen Konzepte gewesen.

Unterdessen geht die heftige Kritik am LKH-Verkauf weiter. Der Göttinger SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann sagte, die Steuerzahler hätten „für den schwarz-gelben Privatisierungwahn teuer bezahlt. Wer privaten Investoren und Beratungsfirmen soviel Geld schenkt, setzt sich dem Verdacht aus, dass dies nicht ohne Gegenleistung geschehen ist.“

Mit Blick auf Planungsversäumnisse beim Verkauf des LKH Göttingen erklärte Rolf Becker, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen, man habe es „nicht nur mit den negativen Auswirkungen einer fehlgeleiteten Privatisierungsideolgie zu tun, sondern leider auch mit einer Höchstleistung an fachlichem Unvermögen“.

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Regierung von Christian Wulff verkaufte Göttinger Kliniken unter Wert

Die vor fünf Jahren privatisierten niedersächsischen Landeskrankenhäuser (LKH) sind weit unter Wert verkauft worden. Das hat eine neue Prüfung des Landesrechnungshofes (LRH) im Herbst vergangenen Jahres ergeben, berichten der NDR und die Süddeutsche Zeitung.

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Landesrechnungshof kritisiert Verkauf
Das ganze Landeskrankenhaus Göttingen für 13,5 Millionen Euro: Viel zu wenig, meint der Landesrechnungshof.

Die vor fünf Jahren privatisierten niedersächsischen Landeskrankenhäuser (LKH) sind weit unter Wert verkauft worden. Das hat eine neue Prüfung des Landesrechnungshofes (LRH) im Herbst vergangenen Jahres ergeben, berichten der NDR und die Süddeutsche Zeitung.

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